Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

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Karakorum - Chogolungma-Glacier

 

Quellen der Detail-Informationen:

- A Study of Karakorum & Hindukush Mountains, Edited by Tsuneo Miyamori & Sadao Karibe
  Map no. 5 - Batura Glacier & Hunza, 1 : 150.000
  Map no. 6 - Nanga Parbat & Gilgit, 1 : 150.000
  Map no. 7 - Hispar Glacier & Shimshal, 1 : 150.000
  Map no. 8 - Biafo Glacier & Skardu, 1 : 150.000
- Wolfgang Heichel: Chronik der Erschließung des Karakorum, Teil II - Central Karakorum I
(Bestellmöglichkeit über den Link)

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben.

Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya  
- Karakorum - Übersicht 
- Gipfelliste "Gipfel > 6750 m"
- Gipfelliste "Berge im Karakorum"
- Bildergalerien zum mittleren Karakorum

Beschreibung der Topografie der Region:


Blick vom unteren Chogolungma-Gletscher nach Westen zum Spantik (7027 m)
Foto: Karpino, picasaweb.google.com

Die Berge rund um den Chogolungma-Gletscher zählen zur Südkette des Lesser Karakorum. Im Westen des Beckens des Chogolungma-Gletschers befinden sich die Siebentausender Spantik (7027 m) und Malubiting (7458 m), aber auch den Haramosh (7397 m) kann man noch zu diesem Gebiet zählen. Vom Indus im Süden kommt man höchstens durch das Stak-Tal in die Nähe der höheren Gipfel, hat hier aber mit den bereits bei der Region des westlichen Karakorum beschriebenen großen Höhenunterschieden auf kurze Entfernung und dem heißen Klima zu kämpfen. Üblich ist der Zugang von Skardu durch das Shigar-Tal zu dessen Nebenfluss Basha mit dem folgenden Chogolungma-Gletscher. Der mögliche Zugang von Norden vom Hispar-Gletscher über den Nushik La wird selten genutzt.


Der formschöne Laila-Peak (6986 m) vom mittleren Chogolungma-Gletscher
Foto: www.pakistanguides.com

Die Berge rund um den Chogolungma-Gletscher sind durchaus beeindruckend, wenn auch die ganz großen Höhen hier nicht anzutreffen sind. Insbesondere die Gipfel rund um das Oberbecken fallen durch schöne Formen und herrlich weiße Bergflanken auf. Der Spantik (7027 m) ist ein beliebtes Ziel der Bergsteiger, weil dessen vergletscherter Südostgrat einen zwar langen, aber technisch nicht zu schwierigen Anstieg bietet. Sein Gipfel wurde erstmals im Jahr 1955 erreicht. Vom Gipfel besteht eine phantastische Aussicht in alle Richtungen. 


Der Gipfel des Spantik (7027 m) vom Südostgrat gesehen.
Foto: Dalecottam, flickr.com

Der Malubiting (7458 m) mit seinen sehr steilen Flanken ist da schon wesentlich schwieriger, was man alleine daran ablesen kann, dass sein Gipfel erst im Jahr 1971 erreicht wurde und seither nur eine weitere Besteigung im Jahr 1997 stattgefunden hat (Stand 2010). Auch der Gipfel des Haramosh (7397 m) wurde selten betreten. Die Erstbegeher nahmen im Jahr 1958 den langen Weg über den Gipfel des Mani Peak. Nur drei weitere Besteigungen sind bekannt. Der formschönste Gipfel ist ohne Zweifel der Laila I, 6986 m (nicht zu verwechseln mit dem Laila am Ghondogoro-Gletscher). Von Osten zeigt er die makellose Form einer Schneepyramide. Auch bei diesem Berg sind nur sehr wenige Besteigungen bekannt.


Blick vom Südostgrat des Spantik zum Malubiting (7458 m). Der Hauptgipfel erhebt sich im Hintergrund; die drei vorderen Gipfel sind Malubiting East (6970 m), Malubiting Middle (7291 m) und Malubiting North (6843 m)
Foto: Karpino, picasaweb.google.com

Der Chogolungma-Gletscher zählt mit 45 km Länge zu den mittelgroßen Gletschern des Karakorum. Am Zugang zum Spantik-Südostgrat liegt er auf 4150 m Höhe, an der Zunge vor dem Ort Arandu auf 2800 m Höhe. An der breitesten Stelle erreicht er immerhin 2,5 km. Der Zugang von Skardu aus ist unproblematisch. Zunächst führt die Straße nach Nordwesten durch das weite Shigar-Tal, bei der Einmündung des Basha von Norden folgt eine Piste, über die man - je nach Verhältnissen - fast bis nach Arandu vor der Gletscherzunge gelangt. Von Arandu aus betritt man das Nebental hinter der nördlichen Moräne des Gletschers. Der Weg setzt sich dann fort auf dem Kamm der Moräne, bis man schließlich auf etwa 3900 m Höhe gezwungen wird, den Gletscher zu betreten. Die Route eröffnet Blicke in die nach Südwesten gerichteten Seitentäler des East-Haramosh- und des Haramosh-Gletschers. Das oberste Becken des Chogolungma-Gletschers unter den Ostwänden des Malubiting und unter der Südwand des Spantik wird selten betreten. Hier empfiehlt sich wegen der Lawinengefahr ein respektvoller Abstand zu den Hängen.


Blick vom Südostgrat des Spantik über den Chogolungma-Gletscher nach Osten.
Foto: Karrar Haidri

Die Berge in den Seitentälern nördlich des Chogolungma-Gletschers sind meist weniger als 6000 m hoch. Hierher verirrt sich außer den Viehhirten der Dörfer so gut wie niemand. Vom Tal des Süd-Braldu weiter im Osten gelangt man in das Amphitheater der Gipfel rund um den Sosbun-Gletscher mit Höhen bis 6500 m. Auch hier wird man kaum einen Touristen antreffen.


Die Gipfel rund um den Sosbun-Gletscher; in Bildmitte der Sosbun Brakk (6413 m). Jenseits der Bergkette rechts liegt der Biafo-Gletscher.
Foto:
あこがれ (akogare)

     Wenn Sie sich ausführlich über diesen Teil des Karakorum, seine Erkundung und über die Expeditionen ausführlich informieren wollen,
so empfehle ich Ihnen die Veröffentlichung von Wolfgang Heichel: Chronik der Erschließung des Karakorum, Teil II - Central Karakorum
Dieses 464 Seiten starke Buch enthält detaillierte Landkarten, sehr viele beschriftete Fotos, zahlreiche Routenskizzen und natürlich die Beschreibung der gesamten Historie.

 

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