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Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)
Mount Everest,
K2, Kangchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga
Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere
Nanga Parbat

| Quellen der
Detail-Informationen:
- A Study of Karakorum & Hindukush
Mountains, Edited by Tsuneo Miyamori & Sadao Karibe,
Map no. 6 - Nanga Parbat & Gilgit, 1 : 150.000
- Alpenvereinskarte Nanga Parbat, 1 : 100.000
- Nanga Parbat-Gruppe und Nachbargebiete 1:100.000, Deutsche
Forschungsgemeinschaft 1936
Dank an die Autoren der Bilder:
Ich bedanke mich sehr herzlich bei den
Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben
haben. |
Links zu
zugehörigen Informationen dieser Website:
- Gesamtübersicht
über den Himalaya
- Gipfelliste
"Gipfel > 6750 m"
- Die 14 Achttausender
- Nanga Parbat
- Nanga Parbat, Geschichte
und Literatur
- Bildergalerien zum Nanga
Parbat |
Beschreibung der Topografie
der Region und Hinweise zu Besteigungen:
(Nutzen Sie die Möglichkeit, sich über
die vorstehenden Links zu Bildern und Bildgalerien auch den richtigen
optischen Eindruck vermitteln zu lassen.)
Der Nanga Parbat mit seinen
"Trabanten" ist ein relativ isoliert stehender Gebirgsstock am
westlichen Ende des Himalaya, südlich des Karakorum. Seine exponierte
Lage nördlich der indischen Tiefebene ist die Ursache für viel
größere Niederschlagsmengen als im Karakorum und für mehr
überraschende Wetterwechsel. Wegen der Nähe zur indisch/pakistanischen
Tiefebene ist hier auch der Einfluss des Sommermonsuns größer als im
Karakorum. Seine nördlichen Lage (35° 15' nördlicher Breite) lässt -
wie im benachbarten Karakorum - nur Besteigungen in den
Sommermonaten zu, aber trotzdem mit der Gefahr, dass der Monsun in den Monaten
Juli und August für erhebliche Schneefälle sorgt. Im
Norden ist der Nanga Parbat vom Karakorum durch das tief eingeschnittene
Indus-Tal getrennt. Hier besteht der größte Höhenunterschied zwischen
Tal und Gipfel des gesamten Himalaya. Während der Talboden nur auf 1100
m Höhe liegt steht der Gipfel 7025 m höher auf 8125 m. Allerdings
beträgt die Entfernung vom Tal zum Gipfel doch 24 km, so dass die beim Hunza-Tal
beschriebenen Verhältnisse eindrucksvoller sind, wo der Gipfel des
Rakaposhi (7788 m) in nur 10 km Entfernung 5900 m über der Talsohle
steht. 
Nordflanke (Rakhiotflanke) des Nanga Parbat (8125 m)
vom Karakorum Highway bei Barmas
Die einzelnen Gipfel sind: Silberzacken (7597 m), Nordgipfel (7816 m), Hauptgipfel
(8125 m, niedriger erscheinend als der Nordgipfel), Ganalo Peak (6606 m)
Foto: Dieter Porsche aus dessen Buch "Der versteckte
Achttausender", www.alpin-extrem.de
Durch den gewaltigen
Höhenunterschied im Nord- und Westabhang des Nanga Parbat trifft man dort
ganz verschiedene Klima- und Vegetationszonen an. Das Indus-Tal ist ein
wüstenhaftes Tal mit heißem Klima, in dem es so gut wie keine Vegetation
gibt. Hier ist alles braun bis grau. Erst auf 2500 m Höhe wird es grüner, ab ca. 3000 m gibt es Wald, der stellenweise bis auf 3700 m Höhe
hinaufreichen kann. In dieser Zone liegt z.B. auch die berühmte
Märchenwiese am Rakhiot-Gletscher. Oberhalb bis etwa 4000 m Höhe findet
man stellenweise noch Almmatten, darüber beginnt der vegetationslose
hochalpine Bereich. Die breite Flanke
der Nortdseite vom Chongra-Peak bis zum
Ganalo-Peak ist durch ihre starke Vergletscherung geprägt. Die Zunge des Rakhiot-Gletschers reicht auf 3200 m hinunter.
Über diese Rakhiot-Flanke erfolgte die Erstbesteigung des Nanga Parbat im
Jahr 1953. Hermann Buhl erreichte den Gipfel am 3. Juli im Alleingang; es
war der damalige Gipfelrekord ohne
Verwendung künstlichen Sauerstoffs, der dann 1954 am Cho Oyu übernoten
wurde. Vor
dem 2. Weltkrieg hatte der Berg bereits zahlreiche Todesopfer bei
vergeblichen Besteigungsversuchen gefordert. Näheres finden Sie hier. Der
Zugang zur Nordseite erfolgt inzwischen über eine steile Piste für
Fahrzeuge mit Allradantrieb von der Rakhiot-Brücke am Indus hinauf
zum Ort Tato auf 2300 m Höhe. Dort beginnt der Fußweg zur
Märchenwiese auf 3300 m Höhe, einer idyllischen Almwiese, umrahmt von
schönen Wäldern. 
Nanga Parbat (8125 m) von der
Märchenwiese (3300 m)
Foto: Bernhard,
picasaweb.google.com
Nur im
Osten
ist die Wiese begrenzt von der steil zum Rakhiot-Bach abfallenden Moräne,
d.h. die Wiese bricht abrupt im steilen Hang der Moräne ab. Auf der Märchenwiese gibt es inzwischen eine Infrastruktur mit
bewohnbaren Hütten. Der Blick im Süden wird von der Rakhiotflanke des
Nanga Parbat beherrscht. Der Gipfel befindet sich fast 5000 m höher als
der Betrachter. Der Trekker kann ohne Probleme weiter nach Süden vorbei
am Lagerplatz Beyal (3500 m) bis zur Querung des Ganalo-Gletschers auf
3700 m Höhe wandern. Wer sich auch das nicht ganz ungefährliche
Abenteuer der Gletscherquerung zutraut, kann weiter (mit
Zeltausrüstung!) - vorbei an Alfred Drexels Grab
- bis zum Gipfel der
Großen Moräne auf 4560 m Höhe gelangen, wo man sich in
beeindruckender Nähe zur Nordwand des Nanga Parbat befindet. Hier beginnt der Eisbruch des
Rakhiot-Gletschers. Die Aussicht reicht im Norden bis zum Rakaposhi
(7788 m) im Karakorum.. |
Das
Diamir-Tal im Westen ist ein v-förmiges enges Tal mit dem
Ganalo-Kamm im Norden und dem Mazeno-Kamm im Süden. Über dem
Diamir-Gletscher am Talboden - seine Zunge liegt auf 3600 m Höhe - steigt
die Diamir-Flanke des Nanga Parbat mit ihren beeindruckenden und
gefährlichen Hängegletschern auf. Die Wand hat die beeindruckende Höhe
von 3500 m. Über ihren linken Teil führt heute der sog. Normalanstieg
auf den Berg. In der Mitte der Wand
versuchte sich auch erstmals im Jahr 1895 ein Bergsteiger am Nanga Parbat. A.F.
Mummery und seine 2 Begleiter kamen immerhin auf 6100 m Höhe,
verschwanden aber auf dem Übergang ins nächste Tal spurlos.
Erwähnenswert ist der Mazeno-Kamm zwischen Diamir-Tal und Rupal-Tal.
Dieser eisgepanzerte Westgrat des Nanga Parbat bleibt auf rund 10 km
Länge oberhalb einer Höhe von 6300 m und schickt ständig Lawinen ins
Tal des Diamir. 
Blick vom Anmarsch zum Basislager im
Diamir-Tal auf Nanga Parbat (8125 m, links) und den mehrgipfeligen
Mazeno-Kamm, dessen höchste Erhebung 7120 m ist.
Foto: Dieter Porsche aus dessen Bildband "Mount
Everest, Nanga Parbat, Dhaulagiri", www.alpin-extrem.de

Blick vom Basislager im
Diamir-Tal zum Nanga Parbat (8125 m).
Der Aufstieg über die sog. Kinshofer-Route beginnt in dem breiten
Couloir im linken Drittel des Bildes und verläuft dann in den Felsen
unmittelbar darüber.
Foto: Dieter Porsche aus dessen Bildband "Mount
Everest, Nanga Parbat, Dhaulagiri", www.alpin-extrem.de
Von Süden/Südosten
gesehen steigt der Nanga Parbat aus einer Hochebene mit relativ niedrigen
Gipfeln auf. Es ist die berühmt-berüchtigte Rupalwand, die höchste Wand
der Erde. Mit dem Prädikat "Wand" ist die Zone einer Bergflanke
gemeint, die oberhalb flacherer Zonen liegt und ab dort nur mit
bergsteigerischer Ausrüstung (Pickel, Steigeisen, Seilsicherung, Kletterhilfen) begangen
werden kann. Der Fuß der Rupalwand beginnt in dieser Weise direkt über der Sohle des
Rupal-Tales auf 3600 m Höhe. Bei einer Gipfelhöhe von 8125 m hat die
Rupalwand also eine Höhe von ca. 4500 m. Die Rupalwand ist extrem
gefährlich und schwierig. Es muss selbst in den ganz hohen Zonen noch geklettert
werden, wo der
Sauerstoffmangel den Bergsteiger ohnehin schon bis an seine Grenzen
fordert. Die Lawinengefahr ist in dieser Wand, die
jedes Schlechtwetter anzieht und festhält, eine ständige und
nervernaufreibende Bedrohung. 
Die oberen 2/3 der Rupalflanke des Nanga
Parbat.
Foto: Bernhard,
picasaweb.google.com
Die Wand wurde erstmals von den Brüdern
Günther und Reinhold Messner im Jahr 1971 bezwungen. Dieses Ereignis, das
Günther Messner im Abstieg das Leben kostete, zog weltweit Aufsehen erregende
Kontroversen zwischen den Expeditionsteilnehmern nach sich. Näheres dazu finden
Sie hier und hier. |
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