Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

Mount Everest, K2, Kanchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere

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Dhaulagiri I: Geschichte + Literatur

Vorbemerkung: Die Geschichte der Achttausender wird hier nur stichwortartig und beschränkt auf die wichtigsten Erkundungen und Besteigungen wiedergegeben. Dazu zählen die wichtigen Besteigungsversuche vor der Erstbesteigung, die Erstbesteigung selbst, die Erschließung neuer und anspruchsvoller Routen sowie einige weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung. In der jeweils genannten Literatur sind die Ereignisse in ausführlicher Form beschrieben. Es ist nicht möglich, auf alle Besteigungen und Besteigungsversuche einzugehen, zumal die Berge heutzutage von einem Massenansturm überrannt werden.

 

1. Bestimmte Ereignisse und Literatur

Jahr Ereignis Literatur
1950 Französische Expedition unter Leitung von Maurice Herzog

Die Expedition wollte zunächst den Dhaulagiri I angehen. Eine Erkundungsabteilung ging von Tukuche über den Dhampus-Pass bis zum Franzosen-Pass unmittelbar gegenüber der Nordwand. Der wilde Mayangdi-Gletscher sowie die abschreckende Nordwand veranlasste die Bergsteiger zur Umkehr. Eine weitere Abteilung machte einen Versuch an dem wilden Ostgletscher, musste aber im Eisbruch auf etwa 5500 m Höhe aufgeben.

Die Expedition wandte sich dann der Annapurna I zu (siehe dort).

Maurice Herzog Annapurna - Erster Achttausender
Ulstein Verlag, Wien 1952
319 Seiten, gebunden, s/w-Fotos, Kartenskizzen
Antiquariat
1953 Schweizer Expedition unter Leitung von Bernhard Lauterburg

Anmarsch durch das Mayangdi-Tal zur Westflanke. In der Nordwestflanke wurde die sog. "Birnen"-Route erschlossen, welche ihren Namen von einem birnenförmigen Felswulst im oberen Teil der Flanke hat. Am 29. Mai musste man auf etwa 7300 m Höhe wegen gefährlicher Schneelage aufgeben.

Ruedi Schatz AACZ-Expedition 1953 zum Dhaulagiri
Berge der Welt, Band 9, 1954
Schweizerische Stiftung für Alpine Forschungen
Seite 67 - 76
Antiquariat
1954 Argentinische Expedition unter Leitung von Franzisco Ibanez

Am 1. Juni wurde über die "Birnen"-Route der Westgrat auf 7900 m Höhe erreicht. Ein Schneesturm am nächsten Tag zwang zur Umkehr.

Marcel Kurz Himalaya-Chronik 1954 - Dhaulagiri
Berge der Welt, Band 10, 1955
Schweizerische Stiftung für Alpine Forschungen
Seite 133 - 135
Antiquariat
1955 Schweizer Expedition unter Leitung von Martin Meier.

Auf der Birnen-Route wurde eine Höhe von 7400 erreicht, wo Schneestürme den Rückzug erzwangen.

 
1956 Zweite argentinische Expedition unter Leitung von E. Huerta.

Auch diese Expedition über die Birnen-Route wurde auf 7900 m zur Umkehr gezwungen.

 
1958 Dritte schweizerische Expedition unter Leitung von Werner Stäuble.

Erneuter Misserfolg auf der Birnen-Route. In 7550 m Höhe erzwang ein Schneesturm den Abbruch.

Kaspar Winterhalter Der letzte Achttausender
Hallwag Verlag, Bern 1959,
190 Seiten, gebunden, 41 s/w-Fotos
Antiquariat
1959 Österreichische Expedition unter Leitung von Fritz Moravec.

Anmarsch durch das Mayangdi-Tal bis zum Nordrand des gleichnamigen Gletscher, wo das Basislager errichtet wurde. Über den Gletscher wurde der Nordostsattel (5700 m) erreicht. Über den Nordostgrat erreichten Karl Prein und Pasang Dawa Lama am 25. Mai eine Höhe von 7800 m. Schlechtes Wetter zwang zur Umkehr.

Fritz Moravec Dhaulagiri - Berg ohne Gnade
Österreichischer Bundesverlag, Wien
224 Seiten, gebunden, s/w-Fotos
Antiquariat
Fritz Moravec Die Vorletzten am Dhaulagiri
Berge der Welt, Band 13, 1960/61
Seite 123 - 127
Antiquariat
1960 Vierte schweizerische Expedition unter Leitung von Max Eiselin.

Erstbesteigung am 13. Mai durch Ernst Forrer, Kurt Diemberger, Albin Schelbert, Peter Diener, Njima Dorje und Nawang Dorje über den Nordostgrat ohne künstl. Sauerstoff. Kurt Diemberger war damit nach Hermann Buhl der zweite Mensch, welcher 2 Achttausender erstmals bestiegen hatte.

Die Versorgung der Expedition erfolgte per Flugzeug von Pokhara zum Nordostsattel. Es wurde kein künstlicher Sauerstoff verwendet.

Max Eiselin Erfolg am Dhaulagiri
Orell Füssli Verlag, Zürich
204 Seiten, gebunden, s/w-Fotos, Kartenskizze
Antiquariat
Max Eiselin
Ernst Forrer
Die Besteigung des Dhaulagiri
Berge der Welt, Band 13, 1960/61
Seite 128 - 138
Antiquariat
1969 Amerikanische Expedition unter Leitung von B.N. Everett.

Beim Versuch der Wiederholung der Besteigung über den Nordostgrat sterben insgesamt 7 Expeditionsmitglieder.

 
1970 Japanische Expedition unter Leitung von T. Ota und S. Imanari.

Zweite Besteigung des Dhaulagiri I, Route über den Nordostgrat.

 
1975 Japanische Expedition unter Leitung von T. Amemiya

Beim Versuch am Südpfeiler kommen 5 Teilnehmer in einer Lawine ums Leben.

 
1978 Japanische Expedition unter Leitung von T. Amemiya

Erste Besteigung über den Südpfeiler.

 
1978 Japanische Expedition unter Leitung von S. Tanaka

Erste Besteigung über den Südostgrat. Beim Abstieg kommen 4 Teilnehmer ums Leben.

 
1982 Japanische Expedition unter Leitung von K. Kanazawa

Erste Winterbesteigung eines Achttausenders. A. Koizumi und der Sherpa Wanchu erreichen den Gipfel über den Nordostgrat; Verwendung von künstl. Sauerstoff.

 
1984 Tschechoslowakische Expedition unter Leitung von Jiri Novak

Erste Begehung der Westwand

 
1985 Dem Polen Jerzy Kukuczka gelingt am 21. Januar die erste Winterbesteigung des Dhaulagiri I. Der Aufstieg erfolgte über die Normalroute am Südostgrat.  
1988 Erstbegehung des Franzosenpfeilers an der Südwestflanke durch den Slowaken Zoltan Demjan und die Russen Iouri Moisseev und Kazbek Valiev.  
1991 Einer Expedition aus Kasachstan unter Leitung von Ervand Ilinsky gelingt die Besteigung über eine neue Route in der Westwand. 10 der 11 Mitglieder erreichen den Gipfel am 10. bzw. 13. Mai.  
1993 Russische Expedition unter Leitung von Sergei Efimov

Erste Begehung der Nordwand; 7 Teilnehmer erreichen den Gipfel.

 
1999 Der Slowene Tomaz Humar erreicht bei seinem Versuch der Besteigung der bisher unbezwungenen Südwand eine Höhe von 7900 m. Nach einem 8-tägigen Alleingang in der Wand muss er entkräftet aufgeben. Da aber seine Kräfte für einen Abstieg durch die Wand nicht mehr ausreichten, querte er die Süd - und Ostwand hinüber zur "Normalroute" am Nordostgrat, wo eine amerikanische Expedition ein Zelt auf 7300 m Höhe für ihn hatte stehen lassen. 2 Tage später war er per Hubschrauber zurück in Kathmandu.  
 

2. Allgemeine und sonstige Literatur

Literatur, welche sich auf viele Bereiche des Himalaya erstreckt, u.a. auch auf den Dhaulagiri, finden Sie unter "Literatur allgemein".

Autor Titel Verlag/Erscheinungsjahr Umfang/Art erhältlich im
Dieter Porsche Der weiße Berg
Überlebenskampf am Dhaulagiri
Verlag Pietsch,
Stuttgart 2009
256 Seiten, gebunden, viele Fotos in Farbe 
Bericht und Fotodokumentation von einer Besteigung des Dhaulagiri I im Jahr 2003 über den Nordostgrat.
(Die hier enthaltenen Fotos in kleinerem Format findet man im Großformat in dem folgend beschriebenen Bildband.)
Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier.
Buchhandel
Dieter Porsche Mount Everest - Nanga Parbat - Dhaulagiri Verlag Pietsch,
Stuttgart 2009
256 Seiten, gebunden, großformatiger Bildband, alle Fotos in Farbe.
Ausführliche Fotodokumentation mit sehr guten Fotos von den Aufstiegsrouten am Mount Everest von Süden, an der Diamirflanke des Nanga Parbat und am Nordostgrat des Dhaulagiri I.
Besteigungsgeschichten in Kurzform.
Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier.
Buchhandel

 

 

Copyright © Guenter Seyfferth, 2006. Aktualisierter Stand vom 22.11.2009 . Alle Rechte vorbehalten. 

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