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Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)
Mount Everest,
K2, Kanchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga
Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere
Annapurna I: Geschichte +
Literatur
Vorbemerkung:
Die Geschichte der Achttausender wird hier nur
stichwortartig und beschränkt auf die wichtigsten Erkundungen und
Besteigungen wiedergegeben. Dazu zählen die wichtigen Besteigungsversuche vor
der Erstbesteigung, die Erstbesteigung selbst, die Erschließung neuer und
anspruchsvoller Routen sowie einige weitere Ereignisse von besonderer
Bedeutung. In der jeweils genannten Literatur sind die Ereignisse in ausführlicher
Form beschrieben. Es ist nicht möglich, auf alle Besteigungen und
Besteigungsversuche einzugehen, zumal die Berge heutzutage von einem
Massenansturm überrannt werden.
1. Bestimmte Ereignisse und Literatur
| Jahr |
Ereignis |
Literatur |
| 1950 |
Französische Expedition unter
Leitung von Maurice Herzog
Erstbesteigung am 3. Juni durch Maurice Herzog und
Louis Lachenal über die Nordflanke ohne Verwendung künstlichen
Sauerstoffs. Es ist die erste Besteigung eines Achttausenders überhaupt.
Nachdem sich die Expedition vergeblich am Dhaulagiri I
versucht hatte, entschloss man sich zum Versuch an der Annapurna I. Die
verfügbaren Karten waren falsch, so dass zunächst viel Zeit mit der
Suche nach dem Zugang zur Nordwand verloren wird. Erst am 14. Mai steigt
man aus dem Tal des Kali Kandaki hinauf auf einen Pass und von dort
hinunter in das Tal des Miristi Khola, wo am 18. Mai das Basislager
errichtet wird. In den beiden folgenden Wochen werden 5 Lager in der
lawinengefährdeten Nordwand errichtet, das letzte in 7300 m Höhe
oberhalb der Kante der "Sichel".
Der Abstieg von der Annapurna erfolgt im Schneesturm.
Im Lager 5 haben Gaston Rébuffat und Lionel Terray gewartet. Beim
weiteren Abstieg am 4. Juni kommt man kaum noch voran. Die Vier müssen
in einer Gletscherspalte biwakieren. Herzog und Lachenal leiden an
schweren Erfrierungen, Rébuffat und Terray sind schneeblind. Am 5. Juni
treffen sie schließlich auf Marcel Schatz und einige Sherpas, welche
sie bis zum Lager 2 geleiten, wo sie in Sicherheit sind. Der weitere
Rückmarsch gestaltet sich äußerst mühsam, weil Herzog und Lachenal
über äußerst schwieriges Gelände getragen werden müssen. Der Expeditionsarzt muss noch auf dem Rückmarsch erfrorene Finger und Zehen
amputieren. Mit der Besteigung
der Annapurna wurde ein neuer Gipfelrekord aufgestellt, der - da ohne
Verwendung von künstl. Sauerstoff - bis zur Bezwingung des Nanga Parbat
Bestand hatte. Näheres zu Höhen- und
Gipfelrekorden finden Sie hier. |
| Maurice Herzog |
Annapurna - Erster Achttausender
Ullstein Verlag, Wien, 1952
319 Seiten, gebunden, 58 s/w-Fotos und Zeichnungen, 8 Farbtafeln,
2 Landkarten
Antiquariat |
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| 1970 |
Britische Armee-Expedition
unter Leitung von Bruce Niven
Zweite Besteigung, über die Nordflanke durch H. Day
und G.F. Owens |
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| 1970 |
Britische Expedition unter
Leitung von Chris Bonington
Dritte Besteigung und Erstbegehung der Südwand. Am
27. Mai erreichen Dougal Haston und Don Whillans den Gipfel um 14 Uhr
ohne künstl. Sauerstoff. In der Südwand wurden insgesamt 7 Lager
errichtet. Beim Räumen der Lager kommt Ian Clough in einem Eissturz am
Fuß der Wand ums Leben.
Die erste der großen Wände im Himalaya ist
bezwungen. Noch im selben Jahr gelingt Reinhold und Günther Messner die
Besteigung der Rupal-Wand am Nanga Parbat. 1975 folgt die Erstbesteigung
der Everest-Südwestwand, ebenfalls unter Leitung von Chris Bonington. |
| Chris Bonington |
Annapurna Südwand
Verlag Huber & Co, Frauenfeld, 1971
281 Seiten, gebunden, 60 Farbfotos
Antiquariat |
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| 1974 |
Spanische Expedition unter
Leitung von J.M. Anglada
Erstbesteigung des Ostgipfels über die Nordflanke. |
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| 1977 |
Holländische Expedition unter
Leitung von A.V. Stuart
4. Besteigung, über die Nordflanke auf einem Sporn
östl. der Route der Franzosen (Holländer-Sporn) |
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| 1981 |
Polnische Expedition unter
Leitung von R. Szafirskis
Besteigung der Südwand über den rechten Pfeiler.
Erste Besteigung des Mittelgipfels. |
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| 1984 |
Erhard Loretan und Norbert
Joos (Schweiz) gelingt die Erstbegehung des Ostgrates und die gesamte
Traverse bis zum Gipfel. Der Ostgrat wird von Süden her über den
Glacier Dome über 3 Lager erreicht. Am 23. Oktober brechen die beiden
Schweizer von ihrer Schneehöhle unmittelbar jenseits des Roc Noir
(Lager 4) um 4.30 Uhr auf, um den 7,5 km langen Grat zu bezwingen. Um 14
Uhr wird der Ostgipfel erreicht. In der Scharte zwischen Ost- und
Mittelgipfel richten sie ein Biwak auf 8020 m Höhe ein. Am folgenden
Tag ist der Mittelgipfel gegen 10 Uhr erreicht, um 13.30 Uhr der
Hauptgipfel. Dann steigen sie über die Nordflanke Richtung
Holländer-Sporn ab und errichten ihr nächstes Biwak auf 6800 m Höhe.
Am 25. Okt. wird der Abstieg über den Sporn fortgesetzt, am Wandfuß
wird ein weiteres Biwak fällig. Schließlich erreichen sie am 26. Okt.
um 14 Uhr das Basislager einer japanisch-tschechoslowakischen
Expedition.
Damit haben die beiden Schweizer den Annapurna I im
alpinen Stil überschritten. |
| Erhard Loretan |
Den Bergen verfallen
Paulusverlag Freiburg/Schweiz, 1996
207 Seiten, gebunden, viele Farbfotos
Annapurna: Seite 63 - 76
Buchhandel |
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| 1985 |
Reinhold Messner und Hans
Kammerlander gelingt die Erstbegehung der Nordwestwand. Am 24. April
stehen die beiden kurz nach 11 Uhr auf dem Gipfel.
Der Kleinexpedition gehörten außerdem Friedl
Mutschlechner und Reinhard Patscheider an. |
| Reinhold Messner |
Annapurna - 50 Jahre
Expeditionen in die Todeszone
BLV Verlagsgesellschaft, München, 2000
191 Seiten, Paperback, s/w- und Farbfotos
Nordwestwand: Seite 110 - 135
Antiquariat |
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| 1988 |
Einer tschechischen Expedition
unter Leitung von P. Schnabl gelingt die Besteigung der Nordwestwand
über einen Sporn rechts des Messner-Route. Am 2. Oktober stehen J.
Martis und J. Nezerka auf dem Gipfel. |
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| 1996 |
Internationale Expedition
unter Leitung von M. Kochanczyk.
Erstbegehung des Nordwestpfeilers am rechten Rand der
Nordwand, den Maurice Herzog 1950 vergeblich versucht hatte. An der
extrem schwierigen Route werden 2000 m Fixseil angebracht. Am 20. Okt.
stehen A. Marciniak und V. Terzyul auf dem Gipfel. |
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| 2002 |
Jean-Christophe Lafaille und
Alberto Inurretagi wiederholen die Begehung des Ostgrates von 1994. Im
Gegensatz zu Loretan und Joos gehen sie aber über den Ostgrat auch
wieder zurück. Vom Glacier Dome bis zum Gipfel und zurück legen sie
damit eine Gratkletterei von 15 km Länge zurück. Auf diesem Weg
benötigen sie zwei Biwaks beim Aufstieg und ein Biwak beim Abstieg. Am
Ende ihrer Kräfte erreichen sie ihre Kameraden im obersten Hochlager am
Singu Chuli. |
| Jean-Christophe
Lafaille |
Gefangener
der Annapurna
Auf dem Grat zwischen Leben und Tod
Frederking & Thaler, München, 2005
192 Seiten, Taschenbuch, s/w- und Farbfotos
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2. Allgemeine und sonstige Literatur (nur zum Annapurna I)
Literatur, welche sich auf viele Bereiche des Himalaya
erstreckt, u.a. auch auf den Annapurna, finden Sie unter "Literatur
allgemein".
| Autor |
Titel |
Verlag/Erscheinungsjahr |
Umfang/Art |
erhältlich im |
Gustav Harder
Werner Müller-Estril |
Annapurna I
Der vergessene Achttausender |
Nymphenburger Verlagshandlung,
München, 1981 |
251 Seiten, Taschenbuch,
s/w-Fotos, Kartenskizzen
Bericht der deutschen Expedition 1980 zur Nordflanke. Über den
Holländersporn wird der Gipfel erreicht.
Geschichte von 1950 bis 1980 mit Anstiegskizzen |
Antiquariat |
| Reinhold Messner |
Annapurna - 50 Jahre
Expeditionen in die Todeszone |
BLV Verlagsgesellschaft,
München, 2000 |
191 Seiten, Paperback, s/w-
und Farbfotos
Erstbesteigung 1950
Erstbegehung der Südwand 1970
Überschreitung 1984
Nordwestwand 1985
Westgrat
Annapurna-Chronik bis 1999 |
Antiquariat |
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