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Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)
Mount Everest,
K2, Kanchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga
Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere
Lunana-Grat* bei Chozo, Bhutan
28°05' N, 90°11' E
* Die Bezeichnung "Lunana-Grat" wurde mangels näheren
Angaben in den Landkarten von mir so gewählt. "Lunana" heißt die Gebirgsregion
am Oberlauf des Pho Chu.
Die Beschreibung der Region mit Landkarte finden Sie
hier.
Bitte öffnen Sie die folgenden
Bilder mit einem Klick im Großformat; dort sind die Beschriftungen gut lesbar
- und die großen Bilder wirken natürlich viel beeindruckender!
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Wer den langen Snowman-Trek in
Bhutan unter die Füße genommen hat, erreicht bei der Ortschaft Chozo in
ca. 4075 m Höhe den nördlichsten Punkt der Tour in einer spektakulären
Hochgebirgslandschaft. Das Tal des East Pho Chu erstreckt sich noch etwas
weiter in Richtung Ost-Nordost bis zu den Gletschern, die vom
Verbindungsgrat zwischen dem Gangkar Puensum (7570 m) und dem Zangophu-Kang
(7085 m) herabstürzen. Der Zangophu Kang wird auch Table-Mountain genannt,
denn sein Grat erstreckt sich in etwa 7000 m Höhe ohne wesentliche
Zwischenerhebungen auf rund 20 km (!) Länge von Nord-Nordwest nach
Ost-Südost. Er wirkt tatsächlich wie ein langer Tafelberg. Nach Süden
stürzt der Berg über Steilflanken ins Tal ab, nach Norden (Tibet) senkt
sich der mächtige Gipfelgletscher in mäßiger Neigung zum dahinter liegenden
kahlen tibetischen Hochland ab.
Von der Ortschaft Chozo steigt ein langer,
auffallender Grat nach Nordosten zur Mitte des Zangophu Kang an. |
Dieser Grat, den ich mangels Angaben in den Landkarten
"Lunana-Grat"genannt habe*, ist auf weite Strecken leicht
begehbar, mit leichter Blockkletterei ist sogar der Zwischengipfel mit
ca. 5080 m Höhe erreichbar. Vom Grat besteht ein phantastischer
Überblick über den oberen Talkessel des East Pho Chu. Im Osten ist der
Gangkar Pusum der alles beherrschende Berg. Mit seinen 7570 m Höhe ist
es der höchste noch unbestiegene Berg der Erde (Stand 2026). Der Berg
darf nicht bestiegen werden. Nach Süden und
Südosten eröffnet der Grat den Blick auf die Fortsetzungen des
Snowman-Trek, wo nochmals auf über 5000 m Höhe
aufgestiegen werden muss.
Die Höhen der Berge in
Bhutan sind auf den Landkarten in der Regel falsch angegeben, oft um
mehrere Hundert Meter. Ich habe versucht, in der von mir gezeichneten
Landkarten die Realität so gut wie möglich abzubilden. Die dort
verzeichneten Höhen sind relativ genau, wenn auch natürlich nicht ganz
exakt..
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(1) Blick von der Ortschaft Chozo zum
Lunana-Grat und zum Zangophu Kang (7085 m, auch Table Mountain
genannt)
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth
Die folgenden
Bilder Nr. 2 bis 14 hat Roger Nix entlang der Begehung des Grates im Oktober 2013
aufgenommen. Die Bilder sind hier in der Reihenfolge der Höhen der
Standorte geordnet.

(2) Blick aus
ca. 4450 m Höhe am Lunana-Grat nach Norden zum Zangophu Kang (7085 m) und
zum schuttbedeckten Tsongphu-Gletscher
Die Felswände des Zangophu Kang sind etwa 2700 m hoch, also 1,5-mal so hoch wie
die Eigernordwand. Rechts oben sieht man auch das obere Ende des
Lunana-Grates, das dort allerdings schwierigste Felskletterei erfordern würde.
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth

(3) Rückblick aus ca. 4450 m Höhe
am Lunana-Grat nach Südwesten mit der Ortschaft
Chozo (4075 m)
Die beiden Berge gegenüber sind
namenlos. Der Fluss East Pho Chu vereinigt sich 20 km weiter südwestlich
mit dem West Pho Chu, den die Wanderer auf dem Snowman-Trek beim Rastplatz
Tarina kennengelernt haben
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth

(4) Rückblick aus ca. 4500 m Höhe am Lunana-Grat nach
Südwesten auf die schuttbedeckte Zunge des Tsonghu-Gletscher
Der Gletscher hat sich quer in das Haupttal geschoben und den
Flusslauf des East Pho Chu fast abgesperrt. Die Wanderer auf dem
Snowman-Trek sind das hier sichtbare Tal heraufgekommen. Links unten liegt
der Ort Chozo. Bild Nr. 1 wurde vom Ende des schmalen Durchlasses zwischen
Stirnmoräne und Fluss aufgenommen.
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth

(5) Blick aus ca. 4500 m Höhe am Lunana-Grat nach Nordosten
zum 20 km langen Gipfelgrat des Zangophu Kang (7085 m)
Der Zangophu Kang ist der Berg mit dem längsten Gipfelgrat im
gesamten Himalaya. Sein von den Bergtouristen verwendeter Name "Table
Mountain" hat durchaus seine Berechtigung. Auf dem Bild ist zu erkennen,
dass der Weg am Grat entlang auch weiterhin problemlos zu gehen ist. Erst in der Nähe des
Zwischengipfels 5080 treten Felsen hervor.
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth

(6) Die 4500-Meter-Marke ist am Lunana-Grat überschritten, und
im Osten wird rechts vom Zangophu Kang immer mehr von der mächtigen Berggestalt des Gangkar Punsum (7570 m)
sichtbar.
Der Gangkar Punsum ist der höchste noch unbestiegene Berg der
Erde (Stand 2020). Es ist ein mächtiges Bergmassiv, dessen größter Teil auf
chinesischem Staatsgebiet liegt und das weiter im Nordosten in das Massiv des
Kulha Kangri (7538 m) übergeht. Der Gipfel und der Liangkang Kangri (7534) liegen auf der
Grenze zwischen Bhutan und China, der Punkt 7015 liegt aber bereits ganz in
China. In Blickrichtung liegt vor dem Gangkar Puensum
die Bergkette des Chumhari Kang, was die Interpretation der Topografie
erschwert. Deshalb füge ich folgend einen Ausschnitt aus der Landkarte ein. Das
Telefoto Nr. 11 löst dieses "Geheimnis" der
Topografie dann ganz auf.
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth
Zum Verständnis der Sichten nach Osten sei an dieser
Stelle der Ausschnitt der Landkarte eingefügt:

(7) Ausschnitt aus der
Landkarte des nördlichen Bhutanzum Verständnis der Sichten in Richtung
Gangkar Puensum
Der begangene
Aussichtsgrat nordöstlich von Chozo ist deutlich zu erkennen.

(8) Blick aus ca. 4600 m Höhe
am Lunana-Grat nach Norden zum nordwestlichen Ende des Zangophu Kang (7085 m)
und zum schuttbeckten Tsonghu-Gletscher
Am linken Bildrand schließt das Massiv des Kangphu Kang (7204
m) an (siehe folgendes Bild).
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth

(9) Blick aus ca. 4700 m Höhe am Lunana-Grat nach Nordwesten
zum Fuß des Kangphu Kang (7204 m)
Es ist nur zu erahnen, dass sich unter den Schutthügeln das Eis des
Tsonghu-Gletschers verbirgt. Der Schutt ist ein guter Schutz gegen des
Abschmelzen des Eises unter den Strahlen der hochstehenden Sonne.
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth

(10) Blick aus ca. 4800 m Höhe am Lunana-Grat nach Osten zum
Gangkar Punsum (7570 m)
Bitte ziehen Sie zum Verständnis der Topografie auch hier den
Kartenausschnitt von Bild Nr. 7 zu Rate. Im Vergleich zu
Bild Nr. 6 sind
hier die Zungen der Gletscher am Talende zu sehen und links der Bildmitte
etwas vom großen See des Rapstreng-Gletschers. Insgesamt kommen am Talende die Zungen von 5
Gletschern auf engem Raum zusammen. Bei einigen von ihnen haben sich im
Bereich der Gletscherzungen große Seen gebildet. Diese Seen stellen eine große Gefahr für die
Täler dar, denn sie können durch die Moränen brechen und mit großen
Geröllmassen zu Tal fließen. Der See des Rapstreng-Gletschers gilt als
besonders gefährlich, denn in ihn können Eismassen des gleichnamigen Gletschers direkt
abstürzen und eine hohe Flutwelle verursachen, welche durchaus die Stirnmoräne
überspringen kann. Die Folge wäre eine tiefe Erosionsrinne, durch die
mehrere Millionen cbm Wasser zu Tal strömen würden. Der See wird beobachtet.
Im Vordergrund rechts sehen wir die letzten Häuser des Tales in den Orten Thenchey
und Thanza.
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth

(11) Tele-Blick aus ca. 4725 m Höhe am Lunana-Grat zum Gangkar Punsum
(7570 m)
Hier ist besser zu erkennen, dass sich vor dem Gangkar Punsum
eine weitere Bergkette befindet (vergl. Karte
Bild Nr. 7).
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth

(12) Blick aus ca. 4900 m Höhe am Lunana-Grat nach Süden auf
die zahllosen namenlosen 5000er,
durch welche die Routen des Snowman-Trek nach Süden bzw. Südosten führen.
Die Südroute des Snowman-Trek wird über die Pässe Sintia La oder Jaze La
erreicht, die südöstliche Route über den Pass Gophu La. Jenseits des Gophu
La besteht eine phantastische Sicht auf die Südwest-Flanke des Gangkar Punsum.
Der Jaze La ist hier etwa 9 km entfernt.
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth

(13) Blick aus ca. 5050 m Höhe am Lunana-Grat
nach Südwesten
Die Häuser von Chozo - etwa 4 km entfernt - sind klein geworden. Der Blick geht
zurück auf den Grat, den der Fotograf herauf gekommen ist.
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth

(14) Blick aus ca. 5050 m Höhe am Lunana-Grat zum Gangkar
Punsum (7570 m) und auf die Gletscherzungen am Talende
Bitte ziehen Sie zum Verständnis der Topografie auch hier den
Kartenausschnitt von Bild Nr. 7 zu Rate. Der Gangkar Puensum ist etwa 25 km
entfernt.
Foto:
Roger Nix, www.flickr.com, Okt. 2013; Beschriftung: Günter Seyfferth
Um den Überblick über die Gletscherwelt am Talende abzurunden, sei noch ein
Foto angefügt, das vom Südabhang des Tales in Richtung Norden aufgenommen
wurde. Der Standort des Fotografen befand sich auf dem leicht verschneiten
Grat genau in der Mitte des oben stehenden Bildes Nr. 14:

(15) Blick vom Südabhang
des Tales nach Nord-Nordosten auf die ersten drei der fünf Gletscher am
Talende des Phu Chu
im Talgrund erkennt man die Reste des Ausbruchs am Luggye-Gletscher vom Jahr
1994. Beim Rapstreng Lake besteht
zusätzlich die Gefahr, dass sich vom darüber hängenden Gletscher eine Eismasse
löst und als Lawine direkt in den See stürzt. Diese Lawine würde eine hohe
Flutwelle verursachen, die die Stirnmoräne überspült und aufreist, wodurch
die Millionen vom Kubikmeter Wasser zu Tal strömen würden - mit verheerenden
Folgen für die Ortschaften. Der See des Luggy-Gletschers (am rechten
Bildrand) ist am 6. Okt. 1994 ausgebrochen. Das Unglück hat 21 Todesopfer
gefordert. Weitere Ausbrüche verschiedener Seen waren in den Jahren 1950,
1960 und 1968 verzeichnet worden. (Quellen:
hier und
hier)
Foto:
ttshering, www.panoramio.com; Beschriftung: Günter
Seyfferth
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2006. Aktualisierter Stand vom 15.08.2026. Alle Rechte vorbehalten.
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