Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

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French-Col (5360 m) und Dhampus-Pass (5258 m), Dhaulagiri Himal

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Talorte: Südseite: Muri, 1840 m
Ostseite: Marpha, 2670 m
Höhenunterschiede: von Muri zum French-Col: 3520 m
von Marpha zum Dhampus-Pass: 2588 m
Merkmale: Große Höhe, Tour bedingt mehrere Zeltlager.
Südseite zum Dhaulagiri Basislager: zunächst subtropisches enges Tal, dann Almmatten, dann Moränengelände, zuletzt Begehung des Chonbardan-Gletschers. Achtung: Steinschlaggefahr.
Südseite zum French-Col: zunächst auf die westliche Moräne des Tukuche-Gletschers, dann einfacher Bergpfad zum Pass.
French-Col zum Dhampus-Pass: Flaches Hochtal, manchmal Tiefschnee
Ostseite von Marpha zum Dhampus-Pass: zunächst Almmatten, dann Bergpfad - nach oben flacher werdend. Bei Neuschnee sehr mühsam (wird meist nur im Abstieg begangen).

French Col vom Dhaulagiri Basecamp.jpg (85540 Byte)
Dhaulagiri I Basislager zum French-Col
Photo: Orcabay55, webshots.com

French Col von Sueden.jpg (614310 Byte)
Die letzten 150 m zum French-Col
Photo: Apurdam (Andrew), flickr.com

French Col zum Hongde.jpg (649579 Byte)
French-Col zum Tashi Kang (6345 m)
Photo: Apurdam (Andrew), flickr.com

French Col zum Dhaulagiri I.jpg (287148 Byte)
Knapp unter dem French-Col zum Dhaulagiri I
Photo: Apurdam (Andrew), flickr.com

Hidden Valley zum Sita Chuchura.jpg (462964 Byte)
HiddenValley zum Sita Chuchura (6611 m)
Photo: Martin Brake

Hidden Valley zum Tukuche Peak.jpg (591804 Byte)
Hidden Valley zum Tukuche Peak (6920 m)
Photo: Apurdam (Andrew), flickr.com


Ausschnitt aus der Karte "Dhaulagiri-Circuit" 1:87.500 des Himalayan MapHouse, Kathmandu

Bestellung hier unter "Karten/Trekking- und Expeditionskarten/Nepal

Hidden Valley nach Norden.jpg (590997 Byte)
Hidden Valley nach Norden
Photo: Martin Brake

Dhampus Pass West Dhampus Peak.jpg (253054 Byte)
Aufstieg West zum Dhampus-Pass mit Dhampus-Peak (6033 m)
Photo: Martin Brake

Dhampus Peak zum Dhaulagiri II + V (links).jpg (294124 Byte)
Dhampus-Peak zum Dhaulagiri II, III und V
Photo: Michael Reinold

Dhampus Pass zum Hongde.jpg (197624 Byte)
Dhampus-Pass zum Hongde (6556 m)

Dhampus Pass zum Tukuche Peak.jpg (193851 Byte)
Dhampus-Pass zum Tukuche Peak (6920 m)

Dhampus Pass Ost zum Nilgiri + Annapurna I.jpg (512199 Byte)
Dhampus Pass Ostseite zur Nilgiri- und Annapurna-Gruppe
Photo: Evert's Photo-Gallery

Dhampus Pass Ost zum Tukuche Peak.jpg (103094 Byte)
Dhampus-Pass Abstieg Ost zum Tukuche Peak (6920 m)
Photo: Martin Brake (Fotomontage: Seyfferth)

Dhampus Pass Ost nach Jomosom.jpg (170809 Byte)
Tiefblick nach Jomosom vom Abstieg Dhampus-Pass
Photo: Martin Brake

French-Col und Dhampus-Pass sind die beiden Hochpunkte auf der Trekking-Tour um den Dhaulagiri I. In aller Regel wird der Weg von Süden nach Norden genommen, da sich so die Eindrücke nach und nach steigern, bis die Tour schließlich mit dem steilen Abstieg nach Marpha im Kali Gandaki-Tal zum Abschluss gebracht wird. Die Tour bedingt eine Reihe von Zeltlagern. Da im Bereich der beiden Pässen mitunter Neuschnee anzutreffen ist, wird die Mitnahme von Steigeisen und Gamaschen empfohlen. Auf der Route steigern sich die landschaftlichen Eindrücke in extremer Vielfalt. 

Von Pohkara aus führt eine Straße nach Beni (830 m) am Kali Gandaki. Von dort kann man, wenn man Glück hat, noch ein paar weitere Kilometer mit dem Bus nach Westen ins Tal des Myagdi Khola vordringen. Aber bald beginnt das eigentliche Trekking auf einer Höhe von nur 1000 m, zunächst am Talgrund weiter bis Darbang/Phedi (1100 m). Dann steigt der Pfad an zu den Orten Dharapani, Takam, Sibang (1850 m) mit gutem Blick auf die hohen Gipfel im Norden. Nach der Querung eines von Westen kommenden Seitentales und dem Passieren des Ortes Muri (1850 m, Lagerplatz mit Aussicht) tritt man ein in die Schlucht des Myagdi Khola zwischen den hohen Gipfeln, die zunächst gerade nach Norden führt. Das erste Zwischenziel ist das sog. Italian Basecamp, ein Lagerplatz auf 3730 m Höhe direkt unter der Westwand des Dhaulagiri I. Der große Höhenunterschied bis hierher bedingt mindestens 2 weitere Nachtlager ab Muri, damit sich der Organismus ausreichend an die Höhe anpassen kann. 

Während bis hierher noch dichte Vegetation vorherrschte, betritt man hinter dem Italien Basecamp eine kahle, enge Schlucht mit fast senkrechten Felswänden. Wegen des starken Steinschlags empfiehlt es sich, respektvollen Abstand von diesen Wänden zu halten, was allerdings nicht überall möglich ist. Gleich die ersten Meter warten mit einer unangenehmen Überraschung auf: Vom Camp muss man über eine steile Moräne hinunter zum Fuß eines riesigen Lawinenkegels, der zu einem eigenständigen kleinen Gletscher geworden ist. Jenseits geht es wieder steil hinauf direkt unter die Felswände, bis man schließlich die kleine Talerweiterung des sog. Swiss Basecamp erreicht hat. Am engen Talgrund geht es weiter, bis schließlich die Stirnmoräne des Chhonbardan-Gletschers zu erklimmen ist. Ab hier bewegt man sich auf dem Gletscher, zunächst noch weitgehend auf Geröll, dann vorwiegend auf Eis zwischen Spalten und Eishügeln. Bevor der Gletscher seine Richtung nach Osten ändert, wird auf etwa 4100 m Höhe auf dem Gletscher gelagert. Von Osten endet hier der Eisfall des Dhaulagiri-Westgletschers. Auf Höhe des Richtungswechsels nach Osten unter der Südwand des Mukut-Himal (6639 m) wird das Tal wieder etwas weiter.

Dem Trekker war bis dahin der Blick nach Osten auf den Annapurna Himal durch den Tukuche Peak versperrt. Mit Erreichen des Dhampus-Pass ändert sich dies. Im Blick zurück nimmt zwar nochmals der Sita Chuchura den Blick gefangen, dominant ist aber ohne Zweifel der nahestehende Tukuche Peak (6920 m) und vor allem der jenseits des tiefen Tales des Kali Gandaki aufragende Annapurna Himal. Gegenüber steht eine fast geschlossene Mauer vom Tilicho Peak im Nordosten über die Nilgiri-Gruppe bis zu Annapurna I und Annapurna South im Süden.

In Marpha am Kali Gandaki hat einen nach einem langen Marsch durch die Einsamkeit die Zivilisation wieder eingeholt, neuerdings gewürzt von lärmenden Autos und deren Gestank. Wenn nicht gerade ein Bergrutsch die Straße von Beni im Süden unterbrochen hat, kann man das gesamte Tal herauf fahren und über Marpha und Jomosom hinaus weiter bis zum Pilgerort Muktinath unterhalb des Thorong La. Es lebe der Fortschritt! Wenn es denn nur einer wäre! Die Ruhe ist auf jeden Fall dahin, und der Wanderer darf den Staub der Autos schlucken. Viele nehmen jetzt per Flugzeug von Jomosom Reißaus. Wer trotz allem das Tal hinunter wandert, erlebt noch bei Larjung (2560 m) die Ostflanke des Dhaulagiri I mit dem Eisbruch des Ost-Gletschers. 

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Copyright © Guenter Seyfferth, 2006. Aktualisierter Stand vom 06.07.2011 . Alle Rechte vorbehalten. 

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