Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

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Nepal Nordwest (Api - Saipal)

 

Landkarte des nordwestlichen Nepal (Api - Saipal)
Bitte öffnen Sie die Karte in dreifacher Größe; dort ist die Beschriftung gut lesbar!

In Ergänzung zur Landkarte sei mit den folgenden Luftbildern Nr. 1 und 2 eine erste Übersicht über die nordwestliche Region Nepals gegeben, die immer noch relativ unbekannt ist:

(1) Luftbild zum Api (7132 m) und Gurla Mandhata (7694 m) von Süden
(bitte öffnen Sie das Foto im Großformat; dort ist die Beschriftung gut lesbar)
Die Gipfel im Hintergrund einschließlich Kailash und Gurla Mandhata befinden sich in Tibet; sie sind nicht Gegenstand der Beschreibung auf dieser Seite.

Foto: Wolfgang Schumann; Beschriftung. Günter Seyfferth

(2) Luftbild zum Gurla Mandhata (7694 m) und Saipal (7030 m) von Süd-Südosten
(bitte öffnen Sie das Foto im Großformat; dort ist die Beschriftung gut lesbar)

Foto: Derek Boniecki, Calgary (Canada); Beschriftung: Günter Seyfferth

Quellen der Detail-Informationen:

- Finnmap Sheet No. 2980 - 03, Khalanga Bajar (Darchula) 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 2980 - 04, Kandeshwari 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 2981 - 11, Chhetti 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 2981 - 02, Saingau 1: 50.000
- Finnmap Sheet No. 2981 - 03, Chyachaur 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 2981 - 04, Simikot 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 2982 - 01, Melchham 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 2982 - 02, Bholbihanchaur 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 3080 - 16, Tinkar 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 3081 - 10, Nalankar Bhanjyang 1:50.000
- Finnmap Shhet No. 3081 - 11, Takche 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 3081 - 12, Chanwathan 1:50.000
- Finnmap Shhet No. 3081 - 14, Hilsa 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 3081 - 15, Muchu 1:50.000
- Finnmap Shhet No. 3081 - 16, Chauganphaya 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 3082 - 09, Chanla Bhanjyang 1:50.000
- Finnmap Shhet No. 3082 - 13, Chanla Himal 1:50.000
- Finnmap Sheet No. 3082 - 14, Asaya Tuppa 1:50.000

- Naimona'Nyi 100.000 by Mi Desheng

- Far West Trekking Map 1:150.000, NP110

  Öffnen Sie die folgenden Bilder im Großformat!

Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya
- Gipfelliste "Gipfel > 6750 m"  
- Berge in Nepal 
- Aussichtspunkt Himalaya-Flug
- Bildergalerien zum westlichen Nepal

Außerdem gibt es zum beschriebenen Bereich folgende Übersichtskarte in
kleinerem Maßstab unter Berücksichtigung des angrenzenden tibetischen
Bereichs:

Landkarte Api - Saipal - Kailash

Hauptgliederung:

Übersicht
1. Api Nord - Tinkar Khola - Nampa Khola
2. Querung Kandeshwari - Seti Nadi mit Raksha Urai - Saipal - Simikot
3. Humla Nord: Chuwa Khola - Nin Khola - Limi Khola - Humla Karnali

 

Übersicht

Das nordwestliche Nepal grenzt im Westen an Indien und im Norden an China. Die Grenze zu Indien markiert der Grenzfluss Mahakali Nadi, ganz im Norden ist dieser Verlauf aber zwischen Nepal und Indien umstritten. Indien beansprucht hier auch einen kleinen Bereich südlich des Flusses bis zum Kamm des Byas Risi Himal (siehe Landkarte). Die Grenze zu Tibet (China) folgt im Wesentlichen den Kämmen der nördlichsten Gebirgszüge des Himalaya, zwischen den Längengraden 81°30' und 82° liegt sie aber nördlich der hohen Erhebungen, so dass dort ein kleiner Teil des tibetischen Hochlandes zu Nepal gehört.

Diagonal durch die Region von Nordwesten nach Südosten erstreckt sich das Tal des Humla Karnali. Auch dieser Fluss entspringt - wie die bekannteren Flüsse Indus, Brahmaputra, Arun, Sutlej, Kali Gandaki etc. - nördlich des Himalaya in Tibet und durchbricht das Gebirge nach Süden. Der Fluss verlief dort bereits vor der Entstehung des Gebirges und hat sich mit dessen Hebung im Laufe der Jahrtausende tiefer und tiefer in das Gestein eingegraben. Der Himalaya ist keine Wasserscheide hinsichtlich der großen Flusssysteme. Nur innerhalb von Teilbereichen bilden einzelne Gebirsgzüge lokale Wassrscheiden.

Die Region weist relativ kleinteilige Strukturen aus Tälern und Gebirgszügen auf. Eine Vielzahl von Fünftausendern drängt sich auf kleinen Flächen. Bereits die Sechstausender ragen darüber als die auffälligen und dominanten Bergformationen auf. Mit "nur" 2 Siebentausendern (Api, 7132 m; Saipal, 7030 m) zählt dieser Teil des Himalaya zu den am wenigsten bekannten Regionen. Die Struktur aus kleinen Berggruppen und vielen Tälern ist nicht nur auf den ersten Blick verwirrend. Der Zugang zu manchem Gipfel erschließt sich oft erst nach längerer "Forschungsarbeit". Mancher Zugangsweg ist nach wie vor eine große Herausforderung, was z.B. der Grund dafür ist, dass der nordwestlichste Zipfel der Region mit der Nordflanke des Api so gut wie nicht betreten wird. Trekking und Bergsteigen sind im nordwestlichen Nepal immer noch Erlebnisse in fast ungestörter Bergeinsamkeit.

Ein Grenzübertritt von oder nach Tibet in Hilsa ist nur mit chinesischem Visum und unter Mitwirkung eines chinesischem Verbindungsoffiziers möglich. Für Bergsteiger oder Trekker scheidet dieser Weg schon alleine aus Kostengründen aus. Meist sind es Pilger, die in Hilsa die Grenze auf dem Weg zum heiligen Berg Kailash queren.

Dank der Fotografien einiger weniger Unternehmungen ist diese Beschreibung der Region möglich.Sie beginnt mit den Bildern von einer Trekking-Tour entlang des Mahakali zur Nordflanke des Api und den dortigen Tälern. Dann folgen Bilder von der "diagonalen" Querung von Kandeshwari im Westen nach Simikot im Osten, wobei vom Südabhang zum Nordabhang des zentralen Gebirsgzugs gewechselt wird. Auch Bilder vom Gipfel des Raksha Urai III (6609 m) sind dabei. Ein dritter Abschnitt beschreibt eine Rundtour von Simikot nach Norden bis an den Rand des tibetischen Hochplateaus durch die Täler des Chuwa Khola und des Limi Khola und zurück durch das Tal des Humla Karnali.

1. Api Nord - Tinkar Khola - Nampa Khola

Während die Inder durch steilste Abhänge westlich des Mahakali eine Straße nach Norden vorantreiben, führt entlang des nepalesischen Ufers nur ein schmaler Pfad zum höchsten Berg der Region, dem Api, 7132 m. Jenseits der Bus-Endstation bei Darchula führt der Pfad durch nur noch wenige Dörfer, wo die Bewohner dem steilen Gelände hoch über dem Fluss Terrassen für den Getreideanbau abgerungen haben. Der Trekker begegnet kleinen Karawanen von Yaks oder Eseln, die den Warenverkehr aufrecht erhalten, oder auch Ziegenherden; seinesgleichen wird er auf diesem Weg in die Einsamkeit aber kaum antreffen.

(3) Das Dorf Sunsera (1800 bis 1900 m) auf der nepalesischen Seite des Mahakali Nadi
Während die Hauptichtung des Tales von Nordosten nach Südwesten ist, verläuft es hier
von Osten nach Westen, d.h. man blickt hier flussabwärts hinüber nach Indien. 
Foto: Jean-Claude Latombe

(4) Blick vom Dorf Sunsera nach Nordosten bis Osten
Man erblickt hier die westlichen Ausläufer des Api-Massivs
und - auf der linken Seite des Bildes - den Mahakali Nadi mit der von den Indern
in den Talhang gesprengten Straßentrasse.
Der Fluss biegt vor dem Hang zu Füßen des Fotografen nach links (nach Westen) ab.
Foto:
Jean-Claude Latombe

Noch bis zum Dorf Dumlin folgt man einem gut zu gehenden Weg, aber dann tritt man in eine enge Schlucht ein, in der man die Möglichkeit des Vorankommens zunächst in Zweifel zieht. Am indischen Hang gegenüber wird gesprengt und gebohrt:

(5) Die Inder sprengen eine Trasse in "ihre" Schluchtwand des Mahakali nördlich von Dumlin
Auch hier entsteht wohl eine der Straßen, die sich nach Eröffnung das Etikett "eine der gefährlichsten Straßen der Welt" anheften darf.
Foto: Jean-Claude Latombe

(6) In der nepalesischen Wand der Schlucht des Mahakali Nadi (Rückblick)
ist streckenweise Mut und Gottvertrauen des Trekkers gefragt.
Die Einheimischen gehen hier nur noch zu ihren Sommerweiden in den flussaufwärts
gelegenen Tälern des Tinkar oder des Nampa Khola, wenn überhaupt.
Auf der indischen Seite (rechts unten) besteht auch hier bisher nur ein Pfad,
aber mit Hilfe des Dynamits wird es bald auch hier anders aussehen.
Foto: Jean-Claude Latombe

Der von Osten einmündende Tampa Khola öffnet den Blick auf die Berge des Lamjung Lek westlich des Api:

(7) Blick ins Tal des Tampa Khola mit den Bergen des Lamjung Lek.
Foto:
Jean-Claude Latombe

10 km weiter nordöstlich mündet der Api Khola und gibt - steil nach oben - den Blick auf den Api frei. Der Api wurde erstmals im Jahr 1960 von einer japanischen Expedition bestiegen.

(8) Blick von der Mündung des Api Khola in den Mahakali Nadi zum Api (70132 m)
Der Gipfel ist die vergletscherte Kuppe im Hintergrund rechts der Bildmitte.
Foto: Jean-Claude Latombe

Einen guten Überblick über das Api-Massiv und die östlich davon gelegenen Sechstausender sowie über die ähnlich hohen, anschließenden Gipfel auf der Grenze zu Tibet gewinnt man von Aussichtspunkten rund um das Tal des Tinkar Khola. Dort befindet man sich im abgeschiedensten Tal von ganz Nepal und darf sich sogar wie ein Forscher und Entdecker fühlen. Seit die Handelswege nach Tibet geschlossen sind, sind die beiden Dörfer Gaga und Tinkar weitgehend verlassen. Die Dörfer sind aber nach wie vor sehenswert, denn die Häuser zeugen auch heute noch vom früheren Wohlstand.

(9) Im Tal des Tinkar Khola bei der Ortschaft Tinkar
mit Blick nach Osten zu Gipfeln auf der tibetischen Grenze.
Diese Gipfel sieht man auf Bild Nr. 50 von der entgegengesetzten Seite.
Foto: Jean-Claude Latombe; Beschriftung: Günter Seyfferth

Bei Tinkar mündet von Norden das Seitental des Ghatte Khola. Vom obersten Boden dieses Tales besteht ein fantastischer Blick nach Süden auf die Kette von Api und Nampa. Der Nampa wurde erstmals im Jahr 1972 bestiegen, ebenfalls von einer japanischen Expedition.

(10) Blick vom oberen Talboden des Ghatte Khola nach Süden
zur Hauptkette mit Api (7132 m) und Nampa (6729 m).
Vor der Hauptkette stehen noch die etwas niedrigeren Gipfel der Bergkette
zwischen den Tälern des Tinkar Khola und des Nampa Khola.
In manchen Karten findet man für den Nampa die falsche Höhe von 6929 m.
Foto: Jean-Claude Latombe; Beschriftung: Günter Seyfferth

Vom einem 4770 m hohen Aussichtsgipfel im nordöstlichen Ausläufer des Tinkar-Tales entstanden die drei folgenden Aufnahmen:

(11) Blick von einem Aussichtspunkt im nordöstlichen Ausläufer des Tinkar Valley
nach Süd-Südwesten mit Nampa und Api
Foto: Jean-Claude Latombe; Beschriftung: Günter Seyfferth

(12) Blick von einem Aussichtspunkt im nordöstlichen Ausläufer des Tinkar Valley
nach Südosten zu den Gipfeln an der tibetischen Grenze
In Richtung dieser Gipfel zeigt Bild Nr. 40 vom Gipfel des Raksha Urai III.
Foto: Jean-Claude Latombe; Beschriftung: Günter Seyfferth

(13) Blick von einem Aussichtspunkt im nordöstlichen Ausläufer des Tinkar Valley
nach Nordosten zu den Gipfel am Dreiländereck Nepal/Indien/China
Die beiden Gipfel mit 6030 und 6040 m Höhe sind namenlos.
Würde man dort hinauf steigen, so hätte man einen freien Blick auf die tibetische Hochebene
mit den Gipfeln Kailash (6714 m) und Gurla Mandhata (7728 m).
Foto: Jean-Claude Latombe

(14) Blick aus dem Tal des Nampa Khola nach Süden zum Gipfel des Api (7132 m)
Leider ist die Sicht auf diesem Foto etwas vom Dunst getrübt.
Der Gipfel links ist der Peak 6585.
Foto: Jean-Claude Latombe

2. Querung Kandeshwari - Seti Nadi mit Raksha Urai - Saipal - Simikot

Die Querung von Südwesten nach Nordosten ist der "klassische" Trek dieser Region. Das heißt aber nicht, dass man dort auf viele Menschen trifft. Im Vergleich zu den bekannten Regionen des Himalaya kann man auf dieser Route die Einsamkeit genießen.

Im Westen Nepals gibt es ein paar winzige Flughäfen, die von Pokhara oder Kathmandu angeflogen werden. Bei guter Sicht während des Fluges präsentiert sich die Südflanke des Api wie folgt:

(15) Luftbild des Api-Massivs von Süd-Südwesten
Foto: circabook.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Man muss sich vor Ort oder beim Trekking-Unternehmen erkundigen, welche Landepiste gerade in Frage kommt. Von diesen Orten aus fahren Busse ins Tal des Chamaliya Nadi; wie weit, hängt davon ab, wie weit der Straßenbau gerade fortgeschritten ist. Erstes Ziel des folgenden Fußmarsches ist der Ort Kandeshwari in 2280 m Höhe.

(16) Blick nach Kandeshwari und zur Himalaya-Hauptkette
vom Nampa (6729 m) bis zum Kap Chuli (6458 m)
Dieses Foto gibt eine wunderbare Übersicht über die Gebirgslandschaft, in der man sich
vor Beginn des großen Trekks akklimatisiert. Kandeshwari ist am Hang gelegen.
Das Tal des Chamalya Nadi führt links zur Südflanke des Api. Der höchste Gipfel der Region
verbirgt sich aber hinter den Vorbergen auf der linken Seite.
Bei der großen Querung nach Simikot betritt man hinter dem niedrigen Pass
oberhalb von Kandeshwari das Tal des Chhetiganga, das auf der rechten Seite des Bildes
zum Pass Pathar Rashi Bhanjyang am Fuß des Kap Chuli führt.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(17) Blick von oberhalb Kandeshwari nach Nord-Nordwesten
zu den Bergen des Salle Dhar und zum P 6395.
Der P 6395 ist der westlichste Sechstausender Nepals.
Foto: Roger Nix, flickr.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

In Kandeshwari beginnt der Trek nach Osten, zunächst ins Tal des Chhetiganga Gad und dann hinauf zum 4670 m hohen Pass Pathar Rashi Bhanjyang. Fast 2.500 Höhenunterschied bedingen eine sorgfältige Akklimatisation. Als Akklimatisationstour kommt ein Abstecher nach Norden zur Südwand des Api in Frage.

Im lieblichen Tal des Chhetiganga bewegt man sich unmittelbar unterhalb des Südabhangs des Himalaya-Hauptkamms. Der Api ist von dort aus zwar nicht zu sehen, aber es kommt der Sechstausender Kap Chuli (6468 m) in Sicht.

(18) Blick vom Ort Patha am Chhetiganga Gad nach Nordosten zum Kap Chuli (6468 m)
Foto: Roger Nix, flickr.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

In Ghajir in 2960 m Höhe beginnt der lange Aufstieg zum Pathar Rashi Bhanjyang. Mindestens ein Zeltlager auf ca. halbem Weg wird trotz vorheriger Höhenakklimatisation erforderlich. Wer meint, schneller sein zu können, riskiert den Erfolg des gesamten Unternehmens. Nur, wer eine solche Tour in gemächlichem Tempo angeht, wird auch am Ziel ankommen.

(19) Blick vom Pathar Rashi Bhanjyang (4670 m) nach Westen
zum Tal des Chhetiganga Gad und zum Kap Chuli (6468 m)

Foto: Roger Nix, flickr.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Rechts an die P 6165 schließt sich eine Reihe weiterer unbenannter Sechstausender an:

 

(20) Blick vom Ostrand der Passhöhe des Pathar Rashi Bhanjyang (4670 m) nach Norden
zu weiteren Sechstausendern

Foto: Jamie McGuiness, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Am Pathar Rashi Bhanjyang befindet man sich auf dem südlichen Ausläufer der vorstehend gezeigten Gipfelgruppe. Nach Südosten, also nach rechts auf dem vorstehenden Bild, schicken diese Gipfel einen weiteren Ausläufer. Dazwischen liegt das Tal des Kalang Gad, das nach Süden aus dem Gebirge hinausführt. Man muss aber dem Hauptkamm weiter nach Osten folgen. Auf den Abstieg bis auf 3900 m Höhe folgt also ein erneuter Aufstieg zum 4573 m hohen Duwal Bhanjyang:

(21) Lager im Tal des Kalang Gad in 3900 m Höhe mit Blick zum Duwal Bhanjyang (4573 m)
Der Pass ist der rechte der beiden verschneiten Sättel in der rechten Bildhälfte.
Der Pass ist in der Karte 2981-01 und in der Trekking-Karte der Region
an der falschen Stelle eingetragen.
Links der Bildmitte sieht man den P 4998.
Foto: HT Wandelreizen, flickr.com

Vom Duwal Bhanjyang erblickt man im Nordwesten auch den dritthöchsten Berg der Region, den Jethi Bahurani (6850 m). Im April 1978 wurde dieser Gipfel erstmals von einer japanischen Expedition bestiegen.

(22) Rückblick vom Duwal Bhanjyang (4573 m) nach Nordwesten
zum Kap Chuli (6468 m) und zum Jethi Bahurani (6850 m)
Foto: HT Wandelreizen, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(23) Blick vom Duwal Bhanjyang (4573 m) nach Ost-Südosten
zu den südlichen Ausläufern des Hauptkamms am südlichen Abschnitt des Seti Nadi
Foto: HT Wandelreizen, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Um ins Zentrum der Gebirgsregion vorzustoßen, muss man zunächst noch weiter nach Osten bis zum Sug Gad, einem Nebenfluss des Suni Gad vordringen. Vom Duwal Bhanjyang aus gibt es dazu zwei Möglichkeiten (siehe Landkarte): Entweder geht man gerade hinunter bis zum Suni Gad und folgt dem Fluss bis zur Einmündung des Sug Gad oder man quert auf halber Höhe des Abstiegs vom Pass nach links über zwei Hügelketten direkt zum Sug Gad. Die letztere Variante bietet bessere Aussichten; im ersten Tal (Daulichaur) trifft man auf einen idealen Zeltplatz in ca. 3800 m Höhe. Anschließend wird die 400 m höhere Hügelkette des Bhail Dar Danda erreicht. Das folgende Panoramabild vermittelt den Überblick von diesem Punkt - von Daulichaur bis zum unbenannten Pass am Gudpal Lek, der nach Norden ins Tal des Seti Nadi führt:

(24) Panoramablick vom Kamm des Bhail Dar Danda nach Norden
Links unten liegt der Rastplatz Daulichaur, der vom Duwal Bhanjyang aus - auf halber Höhe
des Abstiegs nach Osten querend - erreicht wurde. Links der Bildmitte folgt die Gruppe der
namenlosen Sechstausender, die auch bereits auf Bild Nr. 20 zu sehen war.
Rechts dahinter sieht man erstmals einen weiteren der hohen Gipfel, den Sumasarawar (6564 m).
Rechts unten verläuft das Tal des Sug Gad. Darüber liegt der kleine See Sug Tal
- der Pfad dorthin ist zu erkennen. Von dort führt der Aufstieg zum Kamm
des Gudpal Lek, wo rechts des P 5154 der ca. 4920 m hohe Pass nach Norden überquert wird.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(25) Blick vom Kamm des Bhail Dhar Danda nach Nordwesten und zum Sumasaravar (6564 m)
Der Sumasaravar ist mit diesem Namen nicht in den Karten vermerkt, sondern nur mit seiner Höhe.
Foto: Roger Nix, flickr.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Vom Sug Gad in 3760 m Höhe geht es nun rund 1200 Höhenmeter hinauf nach Norden zum Pass Gudpal La (4920 m) am Kamm des Gudpal Lek. In ca. 4280 m Höhe kann gezeltet werden.

(26) Blick vom Aufstieg zum Gudpal La nach Südwesten
Die Gipfel des Parthi Patan Lek waren bereits "ständige Begleiter" im Süden
ab dem Pass Duwal Bhanjyang.
Foto: Jamie McGuiness, flickr.com
; Beschriftung: Günter Seyfferth

(27) Aufstieg von Süden zum Gudpal La (4920 m)
Im flachen Grund rechts vorne wird man vor der Passüberschreitung kampieren.
Foto: Alan Kerr, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Am Gudpal La (4920 m) befindet sich der Bergwanderer auf dem südlichen Kamm der Himalaya-Hauptkette. Dort öffnet sich zwar erstmals der Blick nach Norden, aber die Berge links und rechts des Nilkatti Khola, der hinunter in die Schlucht des Seti Nadi führt, geben nur ein schmales Fenster frei. Immerhin sind einige der Sechstausender im Zentrum der Region zu sehen wie der Dhaulagari (6638 m), nicht zu verwechseln mit "Dhaulagiri", und drei der vier Gipfel der Raksha Urai-Kette.

(28) Blick vom Gudpal La (4920 m) nach Norden
mit dem Dhaulagari (6638 m) und den Raksha-Urai-Gipfeln (bis 6609 m)
Wer genau beobachtet, entdeckt auch den Gipfel des Gurla Mandhata (7694 m),
der jenseits der hier beschriebenen Region in Tibet steht.
Auch dem Karkot (6015 m) sollte man schon hier seine Aufmerksamkeit schenken,
denn es ist der beherrschende Gipfel am Lagerplatz im Quellbereich des Seti Nadi,
wo man sich auf die Überschreitung der 5000-Meter-Marke vorbereitet.
Man sieht dort in seine markante Nordflanke (siehe Bild Nr. 45).
Foto: Roger Nix, flickr.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Fast 1600 m geht es durch das Tal des Nilkatti Khola hinunter in die Schlucht des Seti Nadi. Nach den ersten ca. 800 m Abstieg durch steiles Geröll empfiehlt es sich, irgendwo am Talboden zwischen 4100 und 3800 m ein weiteres Lager zu beziehen, bevor man weiter zum Seti Nadi absteigt.

(30) Rückblick vom Talboden des Nikatti Khola nach Süden
Man blickt hier zu den niedrigen Fünftausendern westlich des Gudpal La.
Der Pass selbst wird durch den von links herabziehenden Abhang verdeckt.
Foto: Alan Kerr, google.com

(31) Blick vom Abstieg zum Seti Nadi nach Nordwesten zum Dhaulagari (6638 m)
Der Dhaulagari ist einer der vielen hohen Sechstausender,
die eine spektakuläre 360-Grad-Runde um das versteckte Tal des Salimor Khola bilden.
Dieses Tal kann zwar vom Seti Nadi aus erreicht werden (siehe Bild Nr. 32),
aber es scheint sich so gut wie niemand dort hinein zu wagen.
Zumindest konnte ich bisher kein Foto aus diesem Gebirgskessel entdecken.
Foto: Roger Nix, flickr.com

In 3325 m Höhe führt eine kleine Brücke über den Seti Khola an dessen Nordufer. Von hier wird man dem Fluss auf gut ausgebautem Weg bis zu dessen Quelle folgen. 1/2 Stunde westlich gabelt sich das Tal. Der Seti Nadi, von Norden kommend, präsentiert sich dort in Form eines Wasserfalls und ändert seine Fließrichtung nach Südosten. Von Nordwesten mündet der Salimor Khola, aus dem geheimnisvollen 360-Grad-Rund der hohen Sechstausender um den Salimor-Gletscher kommend:

(32) Blick flussaufwärts zur Mündung des Salimor Khola (links) in den Seti Nadi,
von rechts in Form eines Wasserfalls zum Talboden abstürzend.
Der Weg der großen diagonalen Querung führt am Wasserfall nach rechts, weiter dem Seti Nadi folgend.
Foto: Roger Nix, flickr.com

Zunächst verengt sich das Tal des Seti Nadi wieder zu einer engen Schlucht. Der Weg führt in der östlichen Felswand in die Höhe, teilweise helfen Treppen aus Steinplatten in steilen Passagen, die auch von Yaks begangen werden:

(33) In der Schlucht des Seti Nadi nördlich des Wasserfalls
Auf den ersten 250 Höhenmetern jenseits des Wasserfalls führt der Weg
durch die östliche Felswand der Schlucht, bevor in 3850 m Höhe
der breitere Talboden mit Grasland erreicht wird.
Foto: Roger Nix, flickr.com

(34) Rückblick aus ca. 3850 m Höhe nach Süden zu den Gipfeln des Suni Danda
Hier ist die steile Strecke entlang des Seti Nadi überwunden; links unten sind die
letzten Meter zu sehen. Vor den Gipfeln des Suni Danda verläuft das Tal
des Salimor Khola kurz vor der Mündung in den Seti Nadi.
Die Gipfel des Suni Danda mit dem P 6054 waren auf Bild Nr. 24 rechts der Bildmitte
von Süden zu sehen. Weiter links wurde die Bergkette über den Gudpal La überquert.
Foto: Roger Nix, flickr.com

(35) Blick vom selben Standort in 3850 m Höhe im Tal des Seti Nadi nach Norden
Voraus sieht man den P 5790, der unmittelbar vor der tibetischen Grenze steht.
Davor nach links öffnet sich der Blick zu den Raksha Urai-Gipfeln (Bild Nr. 37,
nach rechts setzt sich die Tour der großen Querung fort (Bild Nr. 43).
Foto: Roger Nix, flickr.com

Bei der weiteren Annäherung an die tibetische Grenze gibt der Rückblick nach Süden die Gipfel des Suni Danda noch etwas besser frei, und auch die Gipfel der westlich gelegenen Sechstausender, die wir auf Bild Nr. 20 von Süden gesehen haben, treten wieder hervor:

(36) Blick vom Seti Nadi in ca. 4000 m Höhe nach Süden
mit P 6054 im Suni Danda und P 6390 nördlich des Pathar Rashi Bhanjyang (vergl. Bild Nr. 20)
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Und kurz darauf blickt man auf die Kette der Raksha-Urai-Gipfel, zunächst mit Raksha Urai II bis IV und nach dem Abbiegen nach Osten auch mit dem Raksha Urai I:

(37) Blick vom Tal des oberen Set Nadi in 4120 m Höhe nach Westen
zu den Gipfeln Raksha Urai I (6370 m), Raksha Urai II (6420 m), Raksha Urai III (6609 m)
und Raksha Urai IV (6552 m). Der Raksha Urai IV steht auf der tibetischen Grenze,
ebenso der noch höhere Jakopahar (6744 m), der ganz rechts gerade noch sichtbar ist.
Welch eine Aussicht!
Foto: Roger Nix, flickr.com

Mit den folgenden Bildern von Arnaud Clère, die im Jahr 2003 bei der Erstbesteigung des Raksha Urai III (6609 m) aufgenommen wurden, gewinnen wir einen Überblick nach allen Richtungen:


(38) Blick vom Gipfel des Raksha Urai III (6609 m) nach Südosten bis Südwesten
mit Dhaulagari (6638 m), Jethi Bahurani (6850 m) und Bobaye (6808 m)
Rechts unten sehen wir das Tal des Salimor Khola mit der Zunge des gleichnamigen Gletschers.
Über den Köpfen der beiden Bergsteiger ist der Pass Gudpal La markiert. Von diesem Pass
wurde Bild Nr. 28 in entgegengesetzter Richtung fotogarfiert.
Foto: Arnaud Clère, Beschriftung: Günter Seyfferth
(Über den Link kommen Sie zum entsprechenden 360-Grad-Panorama.)

(39) Blick vom Gipfel des Raksha Urai III (6609 m) nach Südwesten bis Nordwesten
mit Bobaye (6808 m), Api (7132 m), Nanda Devi (7816 m) und Yokopahar (6744 m)
Zu Füßen liegt der geheimnisvolle Talkessel des Salimor-Gletschers, den nur ganz wenige
Menschen bisher betreten haben. Fast 30 Sechstausender bilden die 360-Grad-Mauer,
die nur im Südosten vom Salimor Khola durchbrochen ist.
Die Fernsicht ist gut, so dass sogar die Nanda Devi (7816 m) in Indien zu sehen ist.
Foto: Arnaud Clère, Beschriftung: Günter Seyfferth
(Über den Link kommen Sie zum entsprechenden 360-Grad-Panorama.)

(40) Blick vom Gipfel des Raksha Urai III (6609 m) nach Nordwesten bis Nordosten
mit Yokopahar (6744 m), Kailash (6714 m) und Gurla Mandhata (7694 m)
Über den langen Grat links verläuft die chinesische Grenze.
Einige der dortigen Gipfel waren auf den Bildern Nr. 9 bis 13 von Westen zu sehen.
Foto: Arnaud Clère, Beschriftung: Günter Seyfferth
(Über den Link kommen Sie zum entsprechenden 360-Grad-Panorama.)

(41) Blick vom Gipfel des Raksha Urai III (6609 m) nach Norden bis Osten
mit Gurla Mandhata (7694 m) und Saipal (7030 m)
Hier blicken wir in den nordöstlichen Teil der Region, der in der folgenden Beschreibung behandelt wird.
Foto: Arnaud Clère, Beschriftung: Günter Seyfferth
(Über den Link kommen Sie zum entsprechenden 360-Grad-Panorama.)

(42) Blick vom Aufstieg zum Raksha Urai III nach Osten zum Saipal
Dieses Foto zeigt sowohl den Teil der bisherigen Route vom Pass Gudpal La (ganz rechts)
und durch das obere Tal des Seti Nadi (Taleinschnitt vor dem Karkot) als auch die
Fortsetzung nach Nordosten (am linken Bildrand ab der Beschriftung "Seti Nadi").
Vor dem P 5795 (ganz links) führt die Route nach links hinauf auf den Pass
zwischen dem Chaupha und dem P 5456 (außerhalb des Bildes).
Foto: Mirjam Linner; Beschriftung: Günter Seyfferth

Wir versetzen uns wieder zurück ins Tal des Seti Nadi an die Stelle, wo im vorstehenden Bild "Seti Nadi" steht. Das folgende Bild zeigt die Fortsetzung der Route nach Nordosten von diesem Punkt:

(43) Blick vom Seti Nadi in ca. 4060 m Höhe nach Nordosten mit der Fortsetzung der Route
Vom grasigen Grat jenseits der Talgabelung in Bildmitte wurde Bild Nr. 37 aufgenommen.
Von dort führt die Route nach links und vor dem Peak 5795 nochmals nach links.
Das folgende Foto zeigt den Blick in das Seitental vor dem Peak 5795.
Foto: Roger Nix, flickr.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

In den Landkarten findet man für den Platz in der Mitte des vorstehenden Bildes den Namen "Saipal". Ich habe Zweifel, ob diese Bezeichnung richtig ist, denn der Siebentausender mit diesem Namen steht 25 km weiter südöstlich. Auf jeden Fall ist diese Bezeichnung äußerst verwirrend, weshalb ich sie weder in der Landkarte noch in diesen Bildern verwendet habe.

(44) Blick vom Seti Nadi in ca. 4200 m Höhe nach Südosten
in das kurze Seitental mit dem Peak 5422
Foto: Alan Kerr, google.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Nun drängt von Osten die Moräne eines Gletschers ins Tal des Seti Nadi, so dass der Weg wieder steiler wird, bis 300 m höher im Schwemmland hinter dem Gletscher ein idealer Zeltplatz auftaucht.

(45) Blick von der Gletschermoräne am Lagerplatz in 4500 m Höhe zurück nach Süden
mit dem markanten Gipfel des Karkot (6015 m), der auf Bild Nr. 28 von Süden zu sehen war.
Zu Füßen sehen wir das 300 m tiefer liegende Seitental, das Bild Nr. 44 zeigt.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Vom Lagerplatz in 4500 m Höhe kann der ca. 5215 m hohe Pass Urai La auf der Grenze zu China erkundet werden. Ein Grenzübertritt kommt dort zwar nicht Frage, aber ein Blick hinüber nach Tibet ist doch eine interessante Ergänzung der Tour:

(46) Panoramablick vom Urai La (5215 m) nach Süden bis Nordwesten
Links liegt Nepal, und von hier ist man vom Lager 4500 heraufgekommen.
Rechts liegt Tibet, die Sicht dorthin ist allerdings begrenzt.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Auf dem Weg zurück vom Urai La zum Lager 4500 blickt man in die imposante Nordwestwand des Peak 5795 und hinunter auf das Lager:

(47) Blick vom Abstieg vom Urai La in die Nordwestwand des Peak 5795.
Am Fuß der Wand liegt der erwähnte kleine Gletscher und direkt vor dessen Moräne
- in Bildmitte unten - der Lagerplatz mit den Zelten der Trekking-Expedition.
Von dort wird am Folgetag links hinauf der Pass Chaupha La erreicht werden.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Chaupha La (5170 m) teilt die große Querung in einen westlichen und einen östlichen Teil. Im westlichen Teil haben die Sechstausender vom Kap Chuli bis zu den Raksha Urai-Gipfeln die Szenerie beherrscht, im Ostteil werden es die drei Massive des Sunpani, Phirankoph und Saipal sein. Zudem eröffnen sich vom Ostteil der Route die Fernblicke nach Norden bis Osten zu den Gipfeln in den unbewohnten Regionen jenseits des Humla Karnali bis zur chinesischen Grenze.

(48) Rückblick vom Chaupha La (5170 m) nach Südwesten
zu den Gipfeln, aus deren Bereich der Wanderer hier heraufgekommen ist.
Der letzte Lagerplatz 4500 befand sich etwa dort, wo das "h" des Wasserzeichens steht.
Der Chaupha La wird aber nicht der höchste Pass der Expedition sein.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(49) Blick vom Chaupha La (5170 m) nach Nordosten zum Peak 5895
Zu Füßen liegt ein kleines Seitental des Thado Khola, durch das der Weg
hinunter an den Syabang Khola führen wird.
Vor dem Höhenzug mit dem höchsten Gipfel P 5895 liegt hier noch die Bergkette mit dem P 5214; dahinter liegt der Oberlauf des Thado Khola bis hinauf zum Thado La an der chinesischen Grenze.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Roger Nix und Alan Kerr, von denen viele Bilder dieser Seite stammen, hat die Neugierde bis hinauf zum Thado La getrieben, nachdem der Thado Khola rechts außerhalb des vorstehenden Bildes erreicht war. Dieser Abstecher führte also hinter der Bergkette im Mittelgrund des Bildes Nr. 49 nach links hinauf bis an die chinesische Grenze (siehe Landkarte):

(50) Blick vom Thado La (5300 m) nach Nordwesten
Vier Bergketten erstrecken sich im Westen von der nepalesischen Grenze nach Norden. Auf den Kämmen der beiden äußeren verläuft die Grenze zwischen China und Nepal; die beiden Mittleren liegen in Tibet. Gipfel der westlichsten Kette - hier mit dem P 6430 und dem Lasa - waren schon auf den Bildern Nr. 9 und 12 zu sehen, dort aber nicht von Osten, sondern von Westen.
Foto: Alan Kerr, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Zur Fortsetzung

Nach rechts folgt die Sicht zur Gurla Mandhata:

(51) Blick vom Thado La (5300 m) nach Norden zur Gurla Mandhata (7694 m)
Foto: Alan Kerr, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(52) Blick vom Thado La (5300 m) nach Ost-Südost
mit Saipal (7030 m), Firnkopf (6745 m, Phirankoph) und Sunpani (6526 m)
Nur aus dieser größeren Höhe gibt es den gleichzeitigen Blick zu den höchsten
Bergen des östlichen Teils der Tour.
Der Fotograf dieses Bildes ist vom Chaupha La (Bild Nr. 49) von rechts
in das Tal des Thado Khola gekommen (unter dem "h" des Wasserzeichens)
und hier herauf zum Thado La gestiegen.
Foto: Alan Kerr, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Beim Abstieg in Richtung Syanbang Khola wird man an der im vorstehenden Bild deutlich erkennbaren Hangkante oberhalb des Syanbang bleiben und erst links dahinter zum Talboden absteigen (siehe Bild Nr. 55). Den Rückblick zum Thado La von dieser Hangkante zeigt das folgende Bild Nr. 53:

(53) Rückblick vom Übergang aus dem Tal des Thado Khola ins Tal des Syanbang Khola
nach
Nordosten bis zum Thado La, wo die Bilder Nr. 50 bis 52 entstanden sind.
Foto: Alan Kerr, google.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Von diesem Punkt in ca. 4400 m Höhe am Übergang von einem Tal ins andere hat man - nacheinander nach links an vorstehendes Bild anschließend - den Sunpani, den Phirankoph (Firnkopf), den Saipal sowie die Route zum folgenden Passübergang hinüber ins Tal des Karang Khola vor Augen:

(54) Panoramasicht vom Übergang aus dem Tal des Thado Khola ins Tal des Syanbang Khola
von Nordwesten (rechts) bis Süden (links)
Auch auf diesem Bild geht rechts der Blick nochmals das Tal des Thado Khola hinauf, von wo der Wanderer bis an diesen Punkt gekommen ist. Man steht ca. 700 m oberhalb des Syanbang Khola.

Der Syanbang Khola mündet etwa 17 km flussabwärts in den Seti Nadi;
der die Wanderer auf der Strecke der Bild Nr. 32 bis 48 begleitet hat, dort aber mit seinem Oberlauf.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(55) Blick vom Übergang aus dem Tal des Thado Khola
über das Tal des Syanbang Khola hinweg nach Südosten
mit Saipal (7030 m), Phirankoph (Firnkopf, 6745 m) und Sunpani (6526 m)
Saipal und Firnkopf werden wir später noch besser sehen.
Der Sunpani ist auf den Landkarten weder mit Name noch Höhe vermerkt,
eine Karte nennt jedoch den Namen "Lama" und die Höhe 6526.
Die Höhe 6526 könnte stimmen, der Name "Lama" ist nicht überprüfbar.
Für den Höhenzug findet man den Namen Sunpani Lek; deshalb erscheint mir
der Name "Sunpani" für den höchsten Gipfel gerechtfertigt.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(56) Blick vom Übergang aus dem Tal des Thado Khola ins Tal des Syanbang Khola
nach Osten zum Saipal (7030 m) sowie zu den Tälern und Übergängen
mit den möglichen Fortsetzungen der Tour.

.Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Betrachter erkennt in der linken Bildhälfte des vorstehenden Bildes zwei Hochtäler, die beide in den Syanbang Khola münden. Beide Hochtäler kommen für den Übergang weiter nach Osten ins Tal des Karang Khola in Frage. Das rechte der beiden Täler führt zu einem 5220 m hohen Übergang zwischen den Peaks 5446 und 5407. Dieser Übergang bietet die beste Sicht zum Saipal, man muss aber bedenken, dass der Abstieg auf der Ostseite weglos durch Geröll sehr steil abwärts führt und dann weiter sehr mühselig über die Seitenmoräne des vom Saipal kommenden Karang-Gletschers, bis man endlich den Pfad am Karang Khola erreicht. Hingegen ist der Weg über den 5310 m hohen Karang La, der über das linke Hochtal erreicht wird, viel leichter zu gehen. Der Weg über den Karang La bietet noch den Vorteil des wunderbaren Lagerplatzes am kleine See jenseits des Passes. Allerdings ist von dieser Route der Saipal nur auf einem kurzen Abschnitt des Abstiegs zu sehen (siehe Bild Nr. 67).

(57) Blick vom Talboden nach Südosten zum Phirankoph (Firnkopf, 6745 m)
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Lassen Sie uns etwas bei dem seltsamen Gipfelnamen "Phirankoph" verweilen. Als eine österreichische Expedition im Jahr 1955 zum Saipal kam, erreichte man nach verschiedenen Erkundungen möglicher Routen schließlich den 6745 m hohen Gipfel westlich des Saipal. Die Österreicher nannten diesen Gipfel "Firnkopf". Ein Österreicher spricht diesen Namen aber eher wie "Fiernkoopf" aus. Nun sprechen Sie doch mal auch "Phirankoph" nach, wobei die "ph" als "f" zu sprechen sind. Das klingt doch fast identisch! Wenn man jetzt bedenkt, dass die Nepalesen ein "f" als "ph" schreiben, so wird klar, dass "Phirankoph" in den Landkarten nichts anderes ist als die ins Nepalesische umgesetzte Lautsprache des östereichischen "Fiernkoopf" bzw. "Firnkopf". Man lernt daraus, dass so mancher Name aus der Region des Himalaya keineswegs örtlichen Ursprungs ist und die Schreibweise schon gar nicht. Und dann kommt es noch darauf an, welcher Mensch welcher Nationalität einen Namen ausgesprochen und welcher Mensch mit welcher Muttersprache ihn akustusch aufgenommen und letztlich niedergeschrieben hat. Dieses Ergebnis wird z.B. bei einem Engländer anders aussehen als bei einem Deutschen. In diesem Fall hat ein Österreich gesprochen und ein Nepalese niedergeschrieben. Auch über diese Wege ist manche Verwirrung um Namensgebungen im Himalaya zustande gekommen.

Am Talboden muss sich der Wanderer entscheiden, ob er für die Überschreitung nach Osten den "schwierigen" südlich Übergang wählt oder den nördlicheren Karang La. Die folgenden vier Bilder geben einen Eindruck von der Überquerung auf dem südlichen "schwierigen" Pass:

(58) Rückblick vom Übergang 5220 m zum Karang-Gletscher nach West-Nordwest
mit Api (7132 m), den Raksha Urai-Gipfeln (bis 6609 m) und dem Yokopahar, 6744 m
Foto: Jamie McGuiness, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(59) Blick vom Abstieg zum Karang-Gletscher in ca. 5100 m Höhe zum Saipal (7030 m)
Der Abstieg beginnt mii einer kurzen Steilpassage, dann führt er durch eine flachere Zone mit grobem Geröll (Bild) und dann geht es richtig steil abwärts und auf die Gelenke (Bild Nr. 61).
Foto: Jamie McGuiness, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(60) Blick vom Abstieg zum Karang-Gletscher in ca. 5000 m Höhe zum Saipal (7030 m)
Foto: Jamie McGuiness, flickr.com
; Beschriftung: Günter Seyfferth

(61) Steil abwärts durch Geröll zum Karang- Gletscher
Foto: Jamie McGuiness, flickr.com

Die weiteren Bilder beschreiben den Übergang über den nördlich gelegenen 5310 m hohen Karang La:

(62) Aufstieg von Westen zum Karang La (5310 m)
Foto: Roger Nix, flickr.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

(63) Rückblick vom Karang La (5310 m) nach Westen
mit Dhaulagari (6638 m), Bobaye (6808 m) und Raksha Urai III (6609 m)
Bitte vergleichen Sie diese Sicht mit Bild Nr. 58 in dieselbe Richtung.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(64) Blick vom Karang La (5310 m) nach Ost-Südost
in Richtung Abstieg zum Tal des Karang Khola
Der Saipal (rechts außerhalb des Bildes) ist vom Pass nicht zu sehen.
Der kleine See Karang Tal ist der ideale Rastplatz beim Abstieg.
Etwas Aufmerksamkeit schenke man dem Chhote Kang, denn aus dessen Umgebung
sind die Bilder Nr. 70 bis 76 aufgenommen.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Dem Fotografen der vorstehenden Bilder ließ der unmittelbar benachbarte Pass Yangse La keine Ruhe. Also querte er nach Norden am Hang des Peak 5595 entlang auch zu diesem Pass, um den Blick nach Norden festzuhalten:

(65) Blick vom Yangse La (5370 m) nach Norden zur Gurla Mandhata (7694 m)
Foto: Roger Nix, flickr.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Und von diesem Pass aus war auch der Saipal zu sehen:

(66) Blick vom Yangse La (5370 m) nach Süden
mit Saipal (7030 m) und Phirankoph (6745 m)
Links vorne ist der Pass Karang La zu sehen.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Saipal wurde übrigens erstmals im Oktober 1963 von einer japanischen Expedition bestiegen.

Auf der Route über den Karang La ist der Saipal nur kurz zu sehen und zwar während des Abstiegs in ca. 4700 m Höhe:

(67) Blick aus ca. 4720 m Höhe im Tal des Karang Khola
zum Saipal (7030 m) und Phirankoph = Firnkopf (6745 m)

Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Aus dem Tal des Karang Khola heraus ergibt sich erst eine neue Sicht kurz vor dem Abbiegen nach Norden zur Ortschaft Chala:

(68) Rückblick entlang des Tales des Karang Khola nach Westen
mit Saipal (7030 m) und dem Peak 6227
Man erkennt auf dem Foto, dass der Pfad am nördlichen Abhang des Tales entlang führt.
Der Passübergang gemäß der Bilder Nr. 58 bis 61 befindet sich
zwischen den Gipfeln 5407 und 5466, der Karang La gemäß der Bilder Nr. 62 bis 64
liegt verdeckt knapp außerhalb des rechten Bildrandes.
Foto: Roger Nix, flickr.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Ort Chala in 3750 m Höhe am Nordabhang des Tales ist die erste Siedlung seit dem Verlassen des Chhetiganga-Tales im Westen. 460 m oberhalb des Dorfes eröffnet der Übergang Syakup La (4214 m) die Sicht nach Norden. Noch besser ist die Sicht vom nordöstlich gelegenen Peak 4395:

(69) Panorama-Blick vom Syakup Lek (4395 m) nach Norden bis Osten
Zu Füßen liegt das Tal des Humla Karnali, der von Nordwesten aus Tibet kommt.
Hinter den Bergen jenseits des Tales verläuft die Route, die im Teil 3 beschrieben ist.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Vom Ort Chala aus gehen die Trekking-Gruppen in der Regel nicht ins Tal des Humla Karnali hinunter, sondern wenden sich nach Süden, um von den Höhen südlich des Karang Khola einerseits erneut den Saipal in den Blick nehmen zu können - hier von Osten - und andererseits den weiten Blick nach Osten genießen zu können. Alle genannten Sichten gibt es vom Pass Chhonakpo und dessen Umgebung. Wer aber die Ostflanke des Saipal besser und aus geringer Entfernung inspizieren will, steigt zum Sakya La (4775 m) hinauf. Noch näher an die Ostwand heran kommt man im südlich des Sakya La gelegenen Tales des Kawadi Khola, wohin aber bis auf 3400 m abzusteigen ist.

(70) Blick vom Sakya La (4775 m) nach West-Südwest zum Saipal (7030 m)
Foto:
Chhiring Cap Lama

(71) Blich aus dem Tal des Kawadi Khola zur Ostflanke des Saipal
Foto:
Chhiring Cap Lama

Der Pass Chhonakpo (4600 m) ist der Übergang aus dem Tal des Karang Khola nach Osten, wo der Ort Simikot mit seinem kleinen Flughafen der Endpunkt der Durchquerung ist. Vom Aufstieg auf der Ostseite des Passes geht der Blick über den Ort Chala hinweg nach Nordwesten bis zum Gurla Mandhata (7728 m) in Tibet, sofern der sich nicht gerade in Wolken einhüllt, wie auf dem folgenden Bild:

(72) Blick vom Aufstieg zum Pass Chhonakpo (4600 m) nach Nordwesten
Der Blick geht über das Tal des Karang Khola hinweg, wo am Gegenhang der Ort Chala liegt.
Rechts über Chala steht der Peak 4395 des Syakup Lek, von dem aus Bild Nr. 69 aufgenommen wurde.
Hinter den Gipfeln 6369 und 6395 am Horizont verbrirt sich der Gurle Mandhata in Wolken.
Foto: Alan Kerr, google.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

Aus der Nähe des Passes zeigte sich der Gurla Mandhata aber dann doch noch ohne Wolken:

(73) Blick aus der Nähe des Chhonakpo (4600 m) nach Nordwesten
zum Gurla Mandhata (7694 m)
Zwei weitere hohe Gipfel sind - wie auch schon im vorstehenden Foto - mit Koordinaten markiert,
da sie auf tibetischem Territorium stehen und in keiner nepalesischen Landkarte vermerkt sind.
Die Grenze verläuft über die davor stehenden Gipfel 6422 und 6369.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Der Pass Chhonakpo bzw. die unmiittelbar nordöstlich anschließenden "Hügel" sind ideale Aussichtspunkte für das Studium der Berge im Osten. Allerdings benötigt man viele Landkarten und viel Zeit, um alle Gipfel korrekt zu bestimmen. Das wird kaum im hohen Gelände möglich sein. Also sollte der Fotograf möglichst alles, was er sieht, aufnehmen - möglichst auch unter Zuhilfenahme eines Teleobjektivs, denn viele Gipfel stehen weit entfernt. Zu Hause beginnt dann die Arbeit der Gipfelbestimmungen. Aber ohne vergleichbares Bildmaterial ist man dabei u.U. doch relativ ratlos.

Einen Gesamtblick vermittelt das folgende Panorama, das Sie natürlich unbedingt in der 100 %-Sicht öffnen müssen:

(74) Panoramablick von einem 4550 m hohen Aussichtspunkt
nordöstlich des Chhonakpo-Passes
Hinter dem Felsgrat im Mittelgrund liegt der Endpunkt der großen Querung, der Ort Simikot.
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Aus diesem Gipfelmeer sei die markanteste Zone in 2 Schritten der Vergrößerung der Brennweite näher herangeholt:

(75) Blick nach Ost-Nordost zum markanten Peak 6246
und zur Gruppe um den Kubi Kangri (6721 m, Lachama) an der tibetischen Grenze
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

(76) Tele-Blick nach Ost-Nordost zum Kubi Kangri (6721 m, Lachama) an der tibetischen Grenze
Foto: Roger Nix, flickr.com; Beschriftung: Günter Seyfferth

Mit diesem Bild sei die Bildfolge der großen Querung beendet. In der folgenden Beschreibung des Abschnitts 3 werden wir in die Nähe der vorstehend sichtbaren Westflanke des Rachama kommen (siehe Bilder Nr. 77 bis 81).

3. Humla Nord: Chuwa Khola - Nin Khola - Limi Khola - Humla Karnali

Bei der vorstehend beschriebenen Querung entlang des Himalaya-Hauptkamms waren Begegnungen mit anderen Menschen eine Seltenheit. Bei der Runde im Bereich zwischen Humla Karnali und der tibetischen Hochebene wird sich der Wanderer schon wenige Kilometer nach dem Aufbruch in Simikot nach Osten noch viel einsamer fühlen, denn voraussichtlich wird er dort überhaupt niemandem begegnen, Ab Dojam 10 km östlich von Simikot gibt es keinerlei Siedlung mehr im Tal des Chuwa Khola, der an der tibetischen Grenze entspringt. Und auch bei der langen Querung vom Chuwa Khola nach Westen liegen die Talböden zu hoch, ist das Klima zu rauh, als dass dort Menschen auf Dauer leben könnten. Erst im Tal des Limi Khola kurz vor dessen Mündung in den Humla Karnali trifft man in 3740 m Höhe wieder auf einen bewohnten Ort, den Weiler Dzang und dann die Ortschaft Talji.

Die letzte kleine Siedlung Dojam liegt in 2500 m Höhe, wo sich Chuwa Khola und Lurupya Khola vereinigen. Das folgende enge untere Tal des Chuwa Khola gibt kaum einen Blick auf die umgebenden Berge frei, auch nicht die kurzen steilen Seitentäler. Erst in 3900 m Höhe wird der Talboden breiter, und auch die Seitentäler erlauben ab hier eine etwas weitere Sicht. Dort mündet von Westen das breite Tal des Lor Khola, an dessen Südrand der Peak 6246 steht, der schon auf Bild Nr. 75 zu sehen war:

(77) Blick vom Tal des Chuwa Khola in 3930 m Höhe nach Westen
ins Tal des Lor Khola mit dem Peak 6246
Foto:
Jean-Claude Latombe

Nur wenig nördlich mündet von Osten das Tal des Lachama Khola; er entspringt dem Gletscher am Fuß des mächtigen Bergmassivs des Kubi Kangri (6721 m) an der tibetischen Grenze. Dieses Gebirgsmassiv hat bereits Bild Nr. 76 gezeigt. Da die verfügbaren Fotos nur begrenzte Auskunft über dieses Bergmassiv geben, sei eine Übersicht aus Google Earth vorangestellt:

(78) Blick von Westen zum Massiv des Kubi Kangri (6721 m)
mit Chuwa Khola und Rachama Khola im Vordergrund
Bei Google Earth findet man für den P 6721 den Namen Rachama.
Wenn überhaupt, so müsste der Berg wohl "Lachama" nach dem gleichnamigen
Flus an seinem Fuß heißen.
Bild: Google Earth; Beschriftung: Günter Seyfferth

(79) Blick vom Tal des Chuwa Khola in 4000 m Höhe nach Osten
zum Massiv des Kubi Kangri (6721 m) an der tibetischen Grenze
Bitte vergleichen Sie mit Bild Nr. 76, hier ist die Blickrichtung aber etwas mehr von Norden.
Foto:
Jean-Claude Latombe; Beschriftung: Günter Seyfferth

(80) Blick vom Lachama Khola in 4300 m Höhe nach Nordosten
zu den nördlichen Gipfeln des Kubi Kangri-Massivs
Foto: Jean-Claude Latombe; Beschriftung: Günter Seyfferth

(81) Blick vom Lachama Khola in 4300 m Höhe nach Südosten zum Peak 5703
Foto:
Jean-Claude Latombe

Ähnlich wie das folgend gezeigte Tal des Ning Khola sehen die Täler ganz im Norden kurz vor der tibetischen Grenze aus. Die Talböden steigen bis auf ca. 5000 m Höhe an, so dass die umgebenden Fünftausender immer weniger beeindruckend wirken.

(82) Tal des Ning Khola nördlich von Karching Kharka.
Der Blick geht nach Nordwesten in Richtung tibetische Grenze.
Foto: Jean-Claude Latombe

Wir bleiben in der Nähe der Berge nördlich von Simikot und queren vom Tal des Ning Khola in 4400 m Höhe nach Westen ins Tal des Nyalu Khola. Dabei wird der 5445 m hohe Pass Nying La überschritten.
Da man sich ab jetzt im Bereich der kalten tibetischen Hochebene bewegt, muss man mit bitterer Kälte und Schneefällen rechnen.

(83) Blick vom Nying La (5445 m) nach Osten
Aus dieser Richtung ist man vom Ning Khola heraufgekommen.
Foto: Jean-Claude Latombe

Vom Abstieg und ins weiter nach Westen führende Tal des Nyalu Khola gibt es Blicke nach Süden auf die Sechstausender des Nyalu Lek, also auf die Berge, die man auf Bild Nr. 69 von Südwesten gesehen hat.

(84) Blick vom Abstieg am Nying La nach Süden zum den Bergen des Nyalu Lek
mit dem Peak 6098
Foto:
Jean-Claude Latombe; Beschriftung: Günter Seyfferth

(85) Blick vom Abstieg am Nying La nach Süden zum den Bergen des Nyalu Lek
mit dem Peak 6140
An den Peak 6140 schließt sich links der mit 6265 m höchste Gipfel der Gruppe an.
Rechts sieht man den Peak 5700 von Bild Nr. 84.
Foto: Jean-Claude Latombe; Beschriftung: Günter Seyfferth

Eine Expedtion von Paulo Grobel hat dem unbenannten Gipfel P 6060 nördlich des Nyalu Khola bestiegen und von dort die folgende Aufnahme vom Nyalu Lek gemacht:

(86) Blick vom Gipfel des Peak 6060 nördlich des Nyalu Khola nach Süden
zu den Sechstausendern des Nyalu Lek
Foto: Paulo Grobel
; Beschriftung: Günter Seyfferth

(87) Blick während des Abstiegs vom Nying La ins Tal des Nyalu Khola
Hinter den Bergen auf der rechten Bildseite beginnt die tibetische Hochebene,
von der hier aber ein Streifen von ca. 12 km Breite zu Nepal gehört.
Der hier sichtbare Talboden liegt auf 4800 m Höhe, also auf Höhe des Gipfels des Mt. Blanc!
Foto: Jean-Claude Latombe

18 km weiter westlich, in 4200 m Höhe am Platz Takche, vereinigen sich mehrere Flussläufe zum Limi Khola, der nochmals 25 km weiter westlich in den Humla Karnali mündet.

(88) Blick von Nordosten auf Takche, den Platz,
an dem sich mehrere Flussläufe zum Limi Khola vereinen.
Der Limi Khola setzt sich hinter dem Berg in Bildmitte nach Südwesten und dann nach Westen fort.
Foto: Jean-Claude Latombe


(89) Blick vom Beginn des Limi Khola nach Südwesten
zum Peak 6034 (Chyoro Ri) im Phupharka Himal
Dieser Gipfel war aus der entgegengesetzten Richtung auf Bild Nr. 69 (ganz links) zu sehen.
Foto: Jean-Claude Latombe

(90) Halji, in 3740 m Höhe am Beginn eines Seitentales des Limi Khola
nach einem frühen Wintereinbruch
Foto: Jean-Claude Latombe

(91) Rückblick im Tal des Limi Khola westlich von Halji
Foto: Jean-Claude Latomb
e


Kurz vor der Mündung des Limi Khola in den Humla Karnali liegt in dem nach Nordwesten verlaufenden kurzen Seitental des Syogang Khola die Ortschaft Tiljung. Am Talende stehen die Sechstausender Peak 6422 und Peak 6369, die bereits auf Bild Nr. 65 zu sehen waren:

(92) Blick über die Ortschaft Tiljung hinweg nach Nordwesten
zu den Gipfeln 6422 (links) und 6369 an der tibetischen Grenze
Foto: Jean-Claude Latombe

Der weitere Weg nach Westen wird abenteuerlich. Man trifft auf die hier unpassierbare Schlucht des Humla Karnali, unpassierbar zumindest am Talboden. Schon von Tiljung aus muss man am Hang hoch hinauf steigen, wird dabei aber mit dem folgenden Rückblick ins Tal des Limi Khola belohnt:

(93) Blick vom Übergang aus dem Tal des Syogang Khola in die Schlucht des Humla Karnali
nach Ost-Nordost ins Tal des Limi Khola, durch das man hierher gekommen ist.
Foto: Jean-Claude Latomb
e

Und dann verläuft der Pfad hoch oben in der Steilwand der Schlucht nach Westen. Es kommt nicht in Frage, dem Humla Karnali auf seinem Durchbruch direkt nach Südosten zu folgen, wie das folgende Bild belegt:

(94) Blick vom Pfad am Nordhang der Schlucht des Humla Karnali
zum Durchbruch des Flusses nach Südosten.
Da geht es direkt in Richtung Simikot, aber der Wanderer muss den Umweg
über Hilsa und den Nara La nehmen.
Diese Schlucht darf zu den wildesten des gesamten Himalaya gerechnet werden.
Foto: Jean-Claude Latombe

Schließlich geht es steil hinunter nach Hilsa an der chinesischen Grenze und am jenseitigen Hang wieder hinauf zum Nara La (4560 m). Ab Hilsa gibt es auch eine Piste für Allrad-Fahrzeuge, die bis nach Simikot führt.

(95) Tiefblick nach Hilsa an der chinesischen Grenze.
Das Gebäude mit dem roten Dach rechts der Bildmitte ist die chinesische Grenzstation.
Links unten erkennt man den Beginn der Piste zum Nara La. Über diese "Straße" führt der GHT, der Great Himalayan Trail - eine setlsame Wahl für einen großen Fernwanderweg. Der Wanderer
folgt natürlich nicht den weiten Serpentinen der Pist, sondern kürzt ab.
Foto: Jean-Claude Latombe

(96) Rückblick vom Nara La (4560 m) nach Westen
mit den nördlichen Ausläufern des Himalaya in Tibet
Foto: Jean-Claude Latombe

Da der lange Weg entlang der Straße hinaus nach Simikot eher langweilig ist und wenig zur Übersicht über diesen Teil des Gebirges beiträgt, sei die Bilderserie hier mit einem Blick vom Nara La nach Südosten beendet - zu den Gipfeln, die Bild Nr. 65 von der entgegengesetzten Richtung zeigt:

(97) Blick vom Nara La (4560 m) nach Südosten zun den Gipfeln des Sumjun Himal
Bild Nr. 65 zeigt diese Gipfel von der entgegengesetzten Seite.
Foto: Jean-Claude Latombe

 

 

 

 

 

Zum Abschluss und unabhängig von vorstehender Bildfolge sei noch eine Sicht von Norden auf die Gipfel vom Jokopahar bis zum Api angefügt:

(98) Blick aus Tibet oberhalb des Ortes Darchen am Kailash nach Süden
über den Rakshas Tal hinweg zu den westlichen Gipfeln der Region
vom Jokopahar (6744 m) bis zum Api (7132 m)
Foto: Yuri Awanoahara, flickr.com;
Beschriftung: Günter Seyfferth

 

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