Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

Mount Everest, K2, Kangchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere

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Khumbu
südlicher und südöstlicher Teil mit Makalu

Zur Region Khumbu - Rolwaling gibt es insgesamt folgende Seiten:

Rolwaling + westl. Khumbu
Khumbu, zentraler Teil
Khumbu, südlicher und südöstlicher Teil  
Khumbu, tibetischer Teil  

Hier können Sie eine weitere Karte in größerem Maßstab öffnen !

Hier können Sie eine Karte des Rolwaling und des kompletten Khumbu öffnen !

Quellen der Detail-Informationen:

- Alpenvereinskarte Mount Everest 1:25.000
- Khumbu Himal 1:50.000, Nepal-Kartenwerk der Arbeitsgemeinschaft für vergleichende
  Hochgebirgsforschung Nr. 2
- Mount Qomolangma 1:100.000, Lanzhou Institute of Glaciology and Geocryology
- Mount Everest 1:50.000, National Geographic Society
- Shorong/Hinku 1:50.000, Nepal-Kartenwerk der Arbeitsgemeinschaft für vergleichende
  Hochgebirgsforschung Nr. 5
- Jan Kielkowski, Makalu Himal

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben.

Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya
- Gipfelliste Gipfel > 6750 m   
- Gipfelliste Gipfel in Nepal 
- Gipfelliste Gipfel in China
- Achttausender - Mount Everest 
- Achttausender - Lhotse 
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- Mount Everest - Geschichte und Literatur
- Lhotse - Geschichte und Literatur
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- Bildergalerien zum Everest, Nordseite
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- Bildergalerien zu sonstigen
  Khumbu-Gipfelexpeditionen
 
- Bildergalerien zum mittleren Khumbu
- Bildergalerien zum südöstlichen Khumbu 


Blick vom Aufstieg auf den Mera Peak auf das Panorama des Khumbu-Himal
Die wichtigsten Gipfel sind (von links nach rechts): Gyachung Kang (7952 m), Pumori (7145 m), Ama Dablam (6856 m), Nuptse (7879 m), Mount Everest (8850 m), Lhotse (8516 m), Peak 41 (6623 m), Baruntse (7152 m), P 6770, Makalu (8475 m), Chamlang (7321 m). In Bildmitte unten der Mera La (5415 m), der Pass zwischen Hinku- und Hunku-Valley.
Ausführliche Gipfelbeschriftungen finden Sie hier.
Fotos: Bob Wilson, picasaweb.google.com, Fotomontage: Günter Seyfferth

Beschreibung der Topografie der Region und Hinweise zu Besteigungen:

Das oben vorangestellte Panorama-Foto verdeutlicht, welcher Bereich hier beschrieben wird. Die südlichen und südöstlichen Gebiete der Khumbu-Region umfassen drei Täler östlich des Haupttales des Dudh Koshi (siehe Khumbu - zentraler Teil), welche nach Süden bzw. Südosten ausgerichtet sind: Das Tal des Hinku Drangka, das Tal des Hunku Drangka und das Tal des Barun. Die beiden ersteren verlaufen direkt nach Süden, der Barun hingegen wird durch die mächtige Mauer von Chamlang und Tutse zu einem Verlauf nach Osten und dann nach Südosten zum Arun gezwungen. Allen drei Tälern ist gemeinsam, dass sie in ihrem unteren Bereich so enge Schluchten sind, dass sie dort praktisch nicht begangen werden können. Die Zugänge in die oberen Bereiche der Täler an den hohen Bergen führen folglich über Pässe und Höhenrücken, bis endlich die Talsohlen auf Höhen um die 3500 m erreicht werden können. Das Foto zeigt links den oberen Einzugsbereich des Hinku Drangka und rechts den oberen Bereich des Hunku Drangka. Das Barun-Tal (hier nicht sichtbar) verläuft hinter dem Baruntse und Chamlang, aber noch vor dem Makalu. Aus der höheren Warte des Mera Peak überragt natürlich das Massiv von Nuptse, Everest, Lhotse auch diesen Bereich, zählt aber zum Flusssystem des Dudh Koshi (die Beschreibung finden Sie hier) im zentralen Khumbu, vom südlichen Khumbu durch eine Wasserscheide getrennt.

Das Hinku-Tal, das westliche der drei Täler, wird meist von Lukla aus über den Zatrwa La (4580 m) erreicht. Das Problem dieses Übergangs ist die Höhe und der Höhenunterschied von fast 1700 m bis zum Pass. Der mit dem Flugzeug nach Lukla angereiste Bergsteiger hatte noch keine Gelegenheit, sich an die Höhe anzupassen. Das bedeutet: Geduld, ein oder zwei Übernachtungen in Lukla und ein oder zwei weitere Übernachtungen in Lagern vor dem Pass. Beim Abstieg vom Pass ist bereits der Mera Peak (6476 m, Erstbesteigung 1953) mit seiner Südwand zu sehen.


Blick vom Abstieg vom Zatrwa La (4680 m) in das Hinku-Tal nach Nordosten.
Von links: Mera Peak West (6255 m), Mera Peak (6476 m), Sanu Himal (5996 m)
Foto: Bob Wilson, picasaweb.google.com

Eine natürliche Akklimatisation ohne Wartezeiten ergibt sich hingegen auf dem Anmarsch von Südosten aus dem Arun-Tal und dem Weiterweg nach Querung des unteren Hunku über den Höhenrücken zwischen Hunku und Hinku. 

In beiden Fällen des Zugangs wird der Talboden des Hinku Drangka auf 3580 m Höhe bei dem Lagerplatz Tashing Ongma erreicht. Nördlich von Mosom Kharka (3690 m) wird der Talboden breiter, aus dem Wald heraus betritt man Almwiesen. Im Norden, direkt über dem Talende bei Tangnag, steht der mächtige Gipfel des Kyashar (6769 m, Erstbesteigung 2003).


Blick zum Kyashar (6769 m) nach Norden
Der Ort Tangnag (4356 m) liegt hinter dem Felssporn in der Bildmitte.
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com

Das Flussbett des Hinku zeigt seit dem Ausbruch des Sees Sabei Tsho bei Tangnag im Jahr 1998 immer noch ein Bild der Verwüstung; es wird noch dauern, bis die Natur wieder ein freundlicheres Bild geschaffen haben wird..


Blick von einem Aussichtsgipfel südwestlich von Tangnag nach Nordosten
Man erkennt gut die Verwüstung, welche der Ausbruch des Sabei Tsho im Jahr 1998 auf dem Talboden angerichtet hat. Die Häuser von Tangnag liegen ca. 1 cm unterhalb des Sees am linken Rand der hellen Fläche.
Von der Bildmitte nach rechts führt das Tal des Dig-Gletschers zum Mera La (5415 m). Der Weg dorthin verläuft hinter der jenseitigen (nördlichen) Seitenmoräne. Am Horizont die Gipfel 6574 und 6439 des Peak 41 (6623 m).
Im Anmarsch ist der Wanderer von unten am Rand des verwüsteten Talbodens nach Tangnag gekommen.
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com

Bei dem Ort Tangnag wechselt das Tal die Richtung nach Osten hinauf zum Mera La (5415 m), dem Übergang hinüber ins Hunku-Tal. Der Ort ist eingerahmt von den mächtigen Wänden des Kusum Kanguru (6369 m, Erstbesteigung 1971) im Südwesten, des Kyashar (6769 m, Erstbesteigung 2003) im Nordwesten und des Westgipfels (6255 m) des Mera Peak. 


Das Tal des Dig-Gletschers, das nach Osten hinauf zum Mera La (5415 m) führt. Der Pass ist der Einschnitt ganz rechts. Am rechten Bildrand die Nordwand des Mera Peak (6476 m).
Foto: Kelly, picasaweb.google.com

Beim Aufstieg zum Mera La geht der Blick zurück nach Westen auf die Gipfel von Kusum Kanguru (6369 m) und Kyashar (6769 m), dessen Silhouette sich zu einer nadelspitzen Pyramide verändert hat.


Blick vom Aufstieg zum Mera La nach Westen auf Kusum Kanguru (6369 m) und Kyashar (6769 m)
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com

Nach etwa 3 km des Aufstiegs mündet bei der Almwiese Dig Kharka von Norden das Tal des Hinku-Gletschers. Genau im Norden stehen die kühnen Pyramiden der Gruppe um den Malanphulan (6571 m, Erstbesteigung 2000). Östlich des Hinku-Gletschers stehen die Gipfel des Peak 41 (6623 m, Erstbesteigung 2002) mit ihrer steilen Westwand.


Blick vom Weg zwischen Dig Kharka und Khare nach Norden zu den Pyramiden der Gruppe um den Malanphulan (6571 m) über dem Hinku-Gletscher. Rechts der Peak 41 (6623 m).
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com

Oberhalb des Lagerplatzes Khare (4920 m) wird der Mera-Gletscher betreten, der in mäßiger Steigung zum Pass führt. Ab hier überblickt man die komplette Gruppe von Kyashar (6769 m, Erstbesteigung 2003) und Kangtega (6779 m, Erstbesteigung 1963). Beide Gipfel sind durch einen langen hohen Grat miteinander verbunden.


Blick vom Mera-Gletscher nach Nordwesten zum Kyashar (6769 m, lnks) und Kangtega (6779 m)
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com

Der Mera La (5415 m) ist der Ausgangspunkt für die Besteigung des Mera Peak (6476 m). Zunächst wird östlich, etwas unterhalb des Passes, kampiert. Es folgt ein Hochlager an einem Felskopf (im folgenden Bild am linken Bildrand) auf 5800 m Höhe. Die meisten Bergsteiger begnügen sich mit dem Ostgipfel (6461 m, in Bildmitte), weil der Hauptgipfel (6476 m, im Bild rechts) die Überschreitung eines stark verwächteten Grates bedingt.


Blick vom Mera La (5415 m) zu den Gipfeln des Mera Peak.
Von links: Felskopf des Hochlagers (5800 m), P 6065, Ostgipfel (6461 m), 
Hauptgipfel (6476 m), P 6124
Foto: Steve Mandi, flickr.com

Am Mera La beginnt der Abstieg ins Tal des Hunku Drangka (auch Hongu Drangka), dessen Boden auf etwa 4600 m Höhe erreicht wird. Der Boden dieses Tales ist vergleichsweise breit, obwohl man sich zunächst zwischen den Bergriesen Peak 41 (6623 m) im Westen und Chamlang (7321 m) im Osten befindet. Mit zunehmender Höhe verschwindet jegliches Grün, denn man bewegt sich auf dem Untergrund des früheren Hunku-Gletschers. Auf 5000 m liegt ein See. Hier beherrscht im Norden der Lhotse (8516 m) das Bild. Er überragt die davor liegende Bergkette der Wasserscheide zwischen Ama Dablam und Baruntse. Der Pass Amphu Labtsa (5780 m) ist der Übergang aus dem Hunku-Tal ins Imja-Tal unter der Lhotse Südwand. 


Luftbild des Hunku-Tales von einer Position südwestlich des Chamlang nach Norden.
Von links: Malanphulan (6571 m), die Gipfel des Peak 41 (6623 m) links dahinter die Ama Dablam,  Pumori (7145 m), Nuptse (7879 m), Everest (8850 m), Lhotse (8516 m), Baruntse (7152 m)
Foto: Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de

Die heutige Zunge des Hunku-Gletschers wird erst beim einem weiteren See auf 5180 m Höhe erreicht. Hier ist das Talbecken sehr weit, nach Westen mit den Abhängen des Hunku Nup-Gletschers, nach Nordwesten mit der Seenplatte von Panch Pokhri und nach Osten mit dem Tal des Hunku-Gletschers und den Abhängen bis zum Baruntse.

Einen guten Überblick über das gesamte Becken des oberen Hunku vermitteln die beiden folgenden Bilder von den Gipfeln der Ama Dablam (von Westen) und des Baruntse (von Osten).


Blick vom Gipfel der Ama Dablam nach Osten auf das Becken des oberen Hunku
Von links: Chomolonzo (7790 m), Makalu (8475 m), Baruntse (7152 m,
vor dem Makalu), Kangchenjunga (8586 m, am Horizont in Bildmitte), P 6830, P 6770 (vor P 6830),
Chamlang (7321 m) (siehe auch beschriftetes Foto)
Am tiefsten Punkt des Grates, der vom Betrachter weg zum Baruntse verläuft, befindet sich der Passübergang Amphu Labtsa (5780 m). Rechts vom Baruntse (in Bildmitte) liegen die Passübergänge Westcol/Ostcol hinüber ins Barun-Tal.
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com


Blick vom Gipfel des Baruntse (7152 m) nach Südwesten auf das Becken des oberen Hunku
Von links: Peak 41 (6623 m,
verdeckt den Mera Peak), Kyashar (6769 m), Kangtega (6779 m), Thamserku (6608 m), Karyolung (6511 m), Numbur (6958 m), Bigphera Go Shar (6730 m).
Die Ama Dablam befindet sich knapp außerhalb des rechten Bildrandes.
Im Talgrund von links: See des Baruntse Basecamp, See an der Zunge des Hunku-Gletschers, Seenplatte Panch Pokhri. Man beachte die unterschiedliche Färbung der Seen. 
Von Panch Pokhri nach rechts verläuft der Anstieg zum Amphu Labtsa (5780 m).
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com


Aufstieg von Panch Pokhri zum Amphu Labtsa (5780 m), dem Übergang vom Hunku-Tal ins Imja-Tal.
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com

Der Trekker, der vom Hunku-Tal zum Amphu Labtsa (5780 m) geht, kommt direkt an den Seen von Panch Pokhri vorbei. Eine Übernachtung im Zelt wird durch prächtige Farben am Chamlang im Sonnenuntergang belohnt. Der Aufstieg zum Pass ist eine steile Kletterei durch einen stark zerissenen Gletscher mit ungewöhnlichen terrassenartigen Stufen (siehe vorstehendes Foto unten).


Blick von der Seenplatte Panch Pokhri nach Südosten zum P 6770 und zum Chamlang (7321 m)
Im Rücken des Betrachters liegt der Passübergang Amphu Labtsa (5780 m).
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com

Aus der "Froschperspektive" vom Baruntse-Basislager geht der Blick zur Westwand des Baruntse:


Baruntse (7152 m) und Basislager am See südöstlich des Hunku-Gletschers
Rechts außerhalb des Bildes befindet sich der Westcol, der Übergang nach Osten ins Barun-Tal. Der Hunku-Gletscher liegt links.
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com

Der Blick vom Gipfel des Baruntse (7152 m) nach Süden vermittelt einen Eindruck von der gewaltigen Länge des Grates ( 7 km) des Chamlang (Höchster Punkt 7321 m, Erstbesteigung 1961).


Blick vom Gipfel des Baruntse (7152 m) zum 7 km langen Grat des Chamlang (7321 m).
Davor P 6830 (links) und P 6770. Ganz rechts das Hunku-Tal nach Süden. Am rechten Bildrand ist gerade noch der Gipfel des Naulekh (6363 m) zu erkennen.
Foto: Lygnve Skrede, picasaweb.google.com


Vom Gipfel des Baruntse (7152 m) geht der Blick nach Osten hinüber zum Makalu (8475 m). 
Unten und nach rechts verlaufend das Barun-Tal, das dritte Tal der hier beschriebenen Region. 
Links vom Makalu schaut der Chomolonzo (7790 m) hinter dem Kangchungtse (7640 m) hervor, rechts am Horizont erkennt man den Kangchenjunga (8586 m).
Ganz rechts sieht man auch noch die Yaupa-Gipfel am Barun-Tal bei Ripok Kharka.
Auffallend am Makalu ist der lange und scharfe Westgrat, der die Westwand von der Südwestwand trennt.
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com 

Westcol (6135 m) und Ostcol (6100 m) sind die hohen Übergänge zwischen dem Hunku-Tal und dem Barun-Tal. Zwischen den beiden Pässen am Fuß des Baruntse liegt die oberste Zone des Lower Barun-Gletschers (Vorsicht Spalten!).


Blick vom Lager am Westcol (6135 m) nach Osten zum Makalu (8475 m).
Unterhalb des Makalu erkennt man den niedrigen Felskamm, der am Ostcol (6100 m) überschritten wird.
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com

Der Lower Barun-Gletscher fließt vom Hochplateau nach Südosten ab und schwenkt weiter unten nach Osten, wo er auf 4500 m Höhe zwischen Makalu und Tutse endet.


Das Hochplateau des Lower Barun-Gletschers nach Südosten
Von links: P 6510, P 6720 (Peak 4), Tutse (Peak 6, 6809 m), P 6830 (Chonko Chuli)
Links der Sherpani Col (6110 m), ebenfalls ein Übergang ins Barun-Tal. Heute wird aber meist der nordwestlich gelegene Ostcol benutzt.
Foto: Lyngve Skrede, picasaweb.google.com

Wer das Barun-Tal von Südosten heraufkommt und das Gebiet des Makalu erreicht hat, hat bereits die Überschreitung des Shipton La (4170 m) hinter sich gebracht. Der Trekker ist in den Subtropen am Arun gestartet, hat den Talboden des Barun auf 3540 m Höhe bei Yangle Kharka erreicht und  an der Stelle, wo das Barun-Tal die Richtung nach Westen nimmt, schließlich die Gipfel um den Lower Barun-Gletscher vor Augen.


Im Barun-Tal vor der Stirnmoräne des Lower Barun-Gletschers mit Blick nach Westen.
Von links: Ostwand des Chamlang, P 6830 (Chonko Chuli) und P 6720 (Peak 4).
Aus dem Einschnitt vor P 6830 bricht der Lower Barun-Gletscher hervor, auf dessen Hochebene man sich auf dem vorherigen Bild befunden hat. Zum Makalu geht es vor P 6720 nach rechts.
Foto: Terry, picasaweb.google.com

Wenn man hier den aus anderen Richtungen als einen langen Bergkamm bekannten Chamlang vor Augen hat, so ist man verblüfft, denn er präsentiert sich aus dieser Richtung nur mit seiner schmalen östlichen Stirnseite. An der Almweide Sherson (4700 m) schwenkt das Haupttal nach Norden und gibt den Blick auf die Südwand des Makalu (8475 m) frei. 


Basislager (4800 m) unter der Südwand des Makalu (8475 m)
Foto: Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de

Der Makalu wurde erstmals von einer französischen Expedition im Jahr 1955 bestiegen. Alle 8 französischen Teilnehmer sowie ein Sherpa erreichten den Gipfel. Gegenüber im Süden steht der schöne Gipfel des Tutse (Peak 6, 6809 m). Trotz seiner Schönheit ist es ein relativ unbekannter und noch unbestiegener Berg.


Blick vom Makalu-Basislager (4800 m) nach Süden zum Tutse (Peak 6, 6809 m)
Foto: Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de 

Unmittelbar nördlich des Basislagers trifft man auf die Stirnmoräne des Barun-Gletschers, der von Nordwesten kommt. Der gesamte untere Bereich dieses Gletschers ist mit Schutt bedeckt. Der Gletscher selbst ist hier unbegehbar, man tastet sich hinter seiner südwestlichen Seitenmoräne entlang, wo aber auch immer wieder Schuttbänder vom angrenzenden Hang dem Wanderer das Gehen schwer machen. Sobald man in das Tal nach Nordwesten eingeschwenkt ist, steht ein von der Form her unbekannter Doppelgipfel vor Augen. So mancher Bergsteiger hat hier schon gerätselt. Sie sind es tatsächlich: Der felsige Lhotse (8516 m) und der vollkommen weiße Mount Everest (8850 m). Die häufig zu sehenden Ansichten des Everest von Südwesten oder von Norden haben sich so stark eingeprägt, dass man hier - aus der Sicht von Südosten - zunächst gar nicht mit einer vollkommen anderen Gestalt der Berge rechnet. Vom Everest sieht man die obere Zone der vollkommen vergletschersten Ostflanke (Kangshung-Flanke).


Blick vom Barun-Gletscher nach Nordwesten.
Von links: P 6220, Num Ri (6677 m,
knapp über dem Grat von P 6220), P 6440, Nuptse (7879 m) Lhotse (8516 m), Mount Everest (8850 m)
Vor dem Lhotse steht der weiße "Zwerg" Cho Pholu (6734 m), fast 2000 m niedriger!
Foto Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de

Rechts oben über dem Wanderer steht die bedrohlich wirkende, extrem steile Wand des Makalu, durch den langen scharfen Westgrat in Südwestwand und Westwand geteilt. Der Barun-Gletscher beginnt im Kessel von Cho Pholu (6734 m, Erstbesteigung 1954) , Pethangtse (6710 m, Erstbesteigung 1954) und Chago (6860 m, Erstbesteigung 1954). Der Kangchungtse (7640 m, früher Makalu II) wurde ebenfalls 1954 erstmals bestiegen.

Der Bergsteiger auf der Normalroute am Makalu hat schon vom oberen Chago-Gletscher aus ein offene Sicht auf die Gipfel vom Chamlang bis zum Everest.


Blick vom oberen Chago-Gletscher nach Südwesten auf den 7 km langen Gipfelkamm des Chamlang (7321 m). In der Linie vor dem Chamlang stehen die Gipfel P 6720 (Peak 4), P 6830 (Chonko Chuli) und P 6770. 
Der Kundige wird auch den Ostcol links unterhalb des P 6770 entdecken.
Foto: Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de

Mit dem zunehmenden Höhengewinn am Makalu wird immer mehr von der Kangshung-Flanke von Lhotse und Everest sichtbar:


Blick vom oberen Chago-Gletscher zum Lhotse (8516 m) und Mount Everest (8850 m)
Zwischen beiden Gipfeln befindet sich der berühmte Südsattel (7986 m), hier einmal von der ungewohnten Ostseite gesehen. Vom Südsattel zieht - genau in Blickrichtung - der Südostgrat über den Südgipfel zum Gipfel. Der "kleine" Gipfel links des Lhotse ist der Cho Pholu (6734 m), Genau darüber der Menlungtse (7181 m) im Rolwaling Himal.
Foto: Dieter Porsche, www.alpin-extrem.de

Zum Abschluss noch ein ganz seltenes Bild des Makalu von Nordwesten, aber nicht vom Gipfel des Everest, wie man es häufig findet, sondern vom Gipfel des Pethangtse (6710 m) im Grenzkamm zwischen Barun-Gletscher und Kangshung-Gletscher:


Blick  vom Gipfel des Pethangtse (6710 m) nach Südosten zum Chomolonzo (7790 m), Kangchungtse (7640 m) und Makalu (8475 m)
Zwischen Kangchungtse und Makalu der Makalu La (7400 m), über den der Aufstieg zu allen drei Gipfeln führt.
Foto: David Graham, http://pethangtse.wordpress.com/

 

         
 

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