Beschreibung der Topografie
der Region und Hinweise zu Besteigungen
Das oben stehende Foto vom Gipfel des
Island Peak wurde vorangestellt, weil es einen guten Überblick über den
Bereich südlich und südwestlich des Mount Everest gibt. Die Beschriftung
aller Gipfel findet man hier.
Im engeren Sinn umfasst die Khumbu-Region
die Bereiche, die durch den Fluss Dudh Koshi und seine Nebenflüsse nach
Süden entwässert werden. Das westlich gelegene Tal des Nebenflusses
Bhote Koshi wird zusammen mit dem Rolwaling
Himal beschrieben. Auf der vorliegenden Seite wird der Bereich des Haupttales des Dudh Khosi
von der Südwand des Cho Oyu bis nach Lukla beschrieben sowie der Bereich
des östlichen Nebenflusses Imja Khola vom Everest-Lhotse bis nach Namche
Bazar.
Im weiteren Sinn kann man auch folgende Bereiche zur Khumbu-Region zählen, die auf zwei weiteren Seiten
beschrieben werden:
- die Nordabhänge des Grenzgebirges vom
Cho Oyu im Westen bis zum Makalu im Osten
(siehe Khumbu - tibetischer Teil)
- das ebenfalls nach Süden verlaufende Hinku-Tal (östlich des Dudh
Koshi)
- das ebenfalls nach Süden verlaufende Hunku-Tal (östlich des
Hinku-Tales)
- das Barun-Tal im Bereich des Makalu
Diese letzteren Bereiche finden Sie auf Khumbu
- südlicher und südöstlicher Teil.
Da fast alle Bergsteiger und Trekker über
den Flugplatz von Lukla (2840 m) den hier beschriebenen Bereich der Khumbu-Region
betreten, beginnt die Beschreibung an diesem südlichsten Punkt. ( Den Bereich südlich von Namche Bazar finden Sie auf der Karte
unter Khumbu
- südlicher und südöstlicher Teil abgebildet.) Lukla
liegt auf einer Terrasse am Osthang des Dudh-Koshi-Tales, ca. 800 m
oberhalb des Flusses und unterhalb der Steilhänge der östlich
angrenzenden 5000er. Entsprechend abenteuerlich ist die knapp 300 m lange
Landebahn des Flughafens angeordnet. Sie beginnt an der westlichen
Hangkante, steigt mit 15 % an und endet direkt vor dem Berghang.
Für jedes landende Flugzeug gibt es nur einen Versuch. Leider hat es hier
schon einige schwere Unglücke gegeben.

Lukla (2840 m) mit dem oberen Ende der Landebahn.
Der Blick geht nach Nordwesten.
Von links: Karyolung (6511 m), Tengkangboche (6500 m, nur die Spitze
ist zu sehen),
Nupla (5885 m). Hinter den Häusern von Lukla liegt der Taleinschnitt des
Dudh Koshi.
Foto: Pierre,
picasaweb.google.com
Die Haupt-Trekking Route führt von Lukla
nach Norden nach Namche Bazar, dem Hauptort der Khumbu-Region. Erwähnt
sei aber hier auch die Route nach Südosten hinauf auf den Zatrwa
La und von dort nach Nordosten ins Hinku-Tal und weiter zum Mera
Peak oder zum Mera La, dem Übergang nach
Osten ins Hunku-Tal. Dieser Teil der Region ist hier
beschrieben.
Von Lukla nach Norden geht der Wanderer auf
der sanft abfallenden östlichen Hangterrasse, bis auf 2500 m Höhe der
Talboden des Dudh Koshi erreicht wird. Kurz vorher eröffnete ein
Seitental nach Osten den Blick auf die Westwand des Kusum Kanguru (6369 m). Ansonsten
ist nur der Nupla (5885 m) im Norden im Blick. Schon vom Start an muss der
Wanderer den langsamen Prozess der Höhenanpassung einplanen und
entsprechend vorsichtig seine Tagesetappen wählen. Anregungen dafür
finden Sie hier.
Das Tal ist auf dem größten Teil der Strecke eng, aber problemlos zu
durchwandern. Hinter dem Ort Phakding kommt im Nordosten der Thamserku
(6608 m) in den Blick. Hinter dem Ort Monjo wird der Eingang des
Sagarmatha-Nationalparks erreicht. Es folgt noch der Ort Jorsale, bevor 1
km weiter der steile Anstieg hinauf nach Namche Bazar beginnt. An der
Einmündung des von Nordwesten kommenden Bhote Koshi (2850 m) wird die
Schlucht des Dudh Koshi auf einer hohen Hängebrücke überquert.

Blick vom Aufstieg zur Hängebrücke über
die Schlucht des Dudh Koshi (rechts) ins Tal des Bothe Koshi. In Bildmitte
sieht man den Weg hinauf nach Namche Bazar, das man sich weit oberhalb der
rechten Bildecke denken muss.
Foto: Pierre,
picasaweb.google.com
Nach etwa 200 m Aufstieg sieht man durch
die Nadelbäume erstmals den Mount
Everest und den Lhotse
im Nordosten. Namche Bazar (3440 m bis 3500 m) liegt in einem nach Süden
ausgerichteten Halbrund der Bergflanke mit direktem Blick auf die Gipfel
Nupla (5885 m) und Kongde Ri (6187 m, Erstbesteigung 1982) im Südwesten
bis Westen und Kusum Kanguru (6369 m, Erstbesteigung 1979) und Thamserku
(6608 m, Erstbesteigung 1964) im Südosten bis Osten.

Blick über Namche Bazar hinweg nach Westen
zum Nupla
(5885 m, links)
und Kongde Ri (6187 m).
Der Kongde Ri hat drei Gipfel,
von links: Shar (6093 m), Lho (6187 m, rechts hinter Shar), Nup
(6035 m).
Foto: Julie
Vida, picasaweb.google.com

Blick über Namche Bazar hinweg nach Osten
zum Thamserku (6346 m + 6608 m)
und Kusum Kanguru (6369 m)
Der Weg zum Mount Everest beginnt am oberen Ortsrand links der Bildmitte.
Foto: Pierre,
picasaweb.google.com
Etwa 400 m oberhalb von Namche
Bazar, auf einer breiten, ebenen Terrasse, liegen die Orte Khunde (3840 m)
und Khumjung (3780 m). Am südlichen Rand dieser Geländeterrasse liegt der
Flugplatz Syangboche, der allerdings nur in Ausnahmefällen benutzt wird.
Im Norden über diesen
beiden Orten steht der heilige Berg Khumbi Yul Lha (5761 m). Dieses
Gebiet um Khumjung ist eine lohnende Akklimasationstour von Namche Bazar
aus mit
phantastischen Aussichten auf weitere Gipfel bis zum Everest und Lhotse.
Auf der Höhe dieser Geländeterrasse liegt auch die Baumgrenze.

Blick aus der Nähe des
Everest-View-Hotels südlich Khumjung (3780 m) nach Nordosten entlang
des Tales des Imja Khola.
Von links: Taboche (Taweche, 6542 m), P 5202, Nuptse
(7879 m), Mount
Everest (8850 m, über dem Nuptse), Lhotse (8516 m) und Ama
Dablam (6856 m).
(Erläuterung der Ziffern im folgenden Text.)
Foto: Günther
Unterrainer
Neu im Rund der Gipfel sind zu
sehen (von Nordost nach Südost): Taboche (Taweche, 6542 m, Erstbesteigung 1974),
Nuptse (7879 m, Erstbesteigung 1961), Mount Everest (8850 m,
Erstbesteigung 1953), Lhotse (8516 m, Erstbesteigung 1956), Ama Dablam
(6856 m, Erstbesteigung 1961), Kangtega (6779 m, Erstbesteigung 1963). Vom
Mount Everest ist allerdings nur die Spitze zu sehen; der Rest dieses
gewaltigen Berges verbirgt sich hinter der langen Felsmauer von Nuptse und
Lhotse.
Der Gipfel des Mount
Everest wurde am 29. Mai 1953 von dem Neuseeländer Edmund Hillary und
dem Sherpa Tenzing Norgay als Teilnehmer an einer britischen Expedition
unter Leitung von John Hunt erreicht. Diese Erstbesteigung war eine
Weltsensation; für die Briten war es der lang ersehnte Erfolg nach vielen
vergeblichen Anläufen seit 1921, die auch viele Opfer gefordert hatten.
Vieles zur Geschichte der Besteigungen des Mount Everest finden Sie hier.
Der Lhotse wurde am 18. Mai
1956 von einer schweizerischen Expedition erstmals bestiegen. Vieles zur
Geschichte der Besteigungen des Lhotse finden Sie hier.
Im vorstehenden Foto sei noch
die Aufmerksamkeit auf den Talverlauf gerichtet: Das Tal des Dudh Khola
von Norden her (das sog. Gokyo-Tal) ist der Taleinschnitt vom linken
Bildrand (Ziffer 1). Am jenseitigen Talhang
erkennt man die Terrasse des Dorfes Phortse (2). Der Dudh Khola verläuft dann
im Bild nach unten rechts. Rechts über diesem Tal (außerhalb des Bildes)
stehen der Kangtega (6779 m) und der Thamserku (6608 m). Der Imja Khola,
der Hauptnebenfluss des Dudh Khola, kommt vom Fuß des Lhotse und mündet
rechts unterhalb des Ortes Phortse in den Dudh Khola (3). Rechts der Bildmitte
erkennt man den niedrigen Bergkamm, auf dem das Kloster Tengboche liegt
(4) Der
meist begangene Weg zum Everest führt hinunter in die Nähe der Mündung des Imja Khola, am
hier sichtbaren Hang des kleinen Bergkamms hinauf (5) nach Tengboche (4) und von
dort weiter nach Pangboche (6). Ein anderer Weg führt links hinauf nach
Monjo (7), von dort hinunter zum Dudh Khola (1), jenseits wieder hinauf nach Phortse
(2) und am Hang rechts um den P
5202 herum (8) nach Pangboche (6). Für Hin- und Rückweg kann man also
verschiedene Routen wählen.
Der nördliche Talabschnitt
des Dudh Khola wird auch Gokyo-Tal genannt, benannt nach den Hauptzielen
der Trekker in diesem Tal, dem Sommerort Gokyo (4750 m) mit seinen Lodges
und dem Aussichtspunkt Gokyo Ri (5357 m), von dem aus Mount Everest,
Lhotse und Makalu zu sehen sind. Im unteren Bereich ist dieser
Talabschnitt tief und steil eingeschnitten, so dass die Trekking-Wege oben
am Talhang entlang führen, auf der Westseite mit den Orten Dole,
Lhabarma, Luza und Machhermo.

Blick vom Trekking am Westhang des
Gokyo-Tales bei Lhabarma nach Norden
Von links: P 5593, P 6073 (Phari Lapcha), Cho
Oyu (8201 m), Kangchung West (6089 m),
Gyachung Kang
(7952 m). Rechts unten der Dudh Koshi.
Foto: Heinz,
picasaweb.google.com
Erst hinter Machhermo (4410 m) wird im
Bereich der Stirnmoräne des Ngozumpa-Gletschers wieder der Talboden
erreicht. Hier hat das Tal die Form eines breiten Troges, den der
Ngozumpa-Gletscher geformt hat. Westlich der Stirnmoräne wird
schließlich die Höhe 4700 m erreicht, wo die Zone der fünf Seen beginnt, die sich in kurzen Seitentälern hinter der westlichen
Seitenmoräne des Ngozumpa - Gletschers angestaut haben. Am dritten dieser
Seen liegt der Sommerort Gokyo auf 4750 m Höhe. Früher war dieser Platz
nur eine Sommerweide, jetzt stehen hier eine Reihe von Lodges für ein
bequemes Übernachten der Trekker. Genau im Norden ist immer der Cho
Oyu (8201 m) im Blick. Dieser sechsthöchste der Achttausender wurde
am 19.10.1954 von Herbert Tichy,
Sepp Jöchler und Pasang Dawa Lama, drei der vier Mitglieder einer
österreichischen Kleinexpedition, erstmals bestiegen. Dieser Erfolg
bedeutete gleichzeitig einen neuen Gipfelrekord in den Besteigungen ohne
künstlichen Sauerstoff, der erst 1978 mit der Besteigung des Everest
durch Peter Habeler und Reinhold Messner gebrochen werden sollte. Mehr zur
Geschichte der Besteigungen am Cho Oyu finden Sie hier.
Von Gokyo aus
"muss" man entweder den Gokyo Ri
(5357 m) besteigen oder sich die Überschreitung des Renjo
La (5417 m) im Westen vornehmen. Wer in das westliche gelegene Tal des
Bhote Koshi gehen will, kommt zwangsläufig über den Renjo La. Von beiden
Punkten besteht eine ähnliche Sicht nach Osten auf Everest, Lhotse und
Makalu. Vom Gokyo Ri aus sind aber zusätzlich Cho Oyu, Gyachung Kang,
Kangtega und Thamserku zu sehen. Für beide Punkte muss der Fotograf
wissen, dass nachmittags viel bessere Aufnahmen gelingen, weil dann nicht
mehr gegen die Sonne fotografiert werden muss. Im April/Mai kann es
allerdings wegen der dann häufig gegen Mittag aufziehenden
Quellbewölkung doch zu empfehlen sein, in aller Frühe aufzusteigen.
Früh morgens stehen aber Everest, Lhotse, Makalu im Gegenlicht. Vom Gokyo
Ri überblickt man das gesamte obere Tal des Dudh Koshi vom Ngozumpa-Gletscher
bis hinunter zu den Gipfeln südöstlich von Namche Bazar wie Kangtega
(6779 m), Thamserku (6608 m) und Kusum Kanguru (6369 m).

Blick vom Gokyo Ri
(5357 m) nach Südosten bis Süden. Im Vordergrund unten sieht man Gokyo
und den 3. See (Gokyo-See). Darüber ist im Schatten auch der 2. See zu
erkennen, den man - wie auch den 1. See - auf dem Weg von Namche Bazar
nach Gokyo passiert hat. Hinter der mächtigen Seitenmoräne liegt der
schuttbedeckte Ngozumpa-Gletscher. Jenseits des
Gletschers am Beginn des ersten kleinen Seitentals (von links) liegen die
Lodges von Dragnag. Von dort zieht der Weg zum Cho La
nach links hinauf.
Die wichtigsten Gipfel am Horizont sind von links nach rechts: Cholatse
(6440 m), Taboche (6542 m), Malanphulan (6571 m, nur die Spitze ist
rechts unterhalb des Taboche zu sehen), Kangtega (6779 m), Kyashar
(6769 m), Thamserku (6608 m) und Kusum Kanguru (6369 m).
Foto: Oleg
Bartunov, picasaweb.google.com
Der Ngozumpa-Gletscher ist
fast bis hinauf unter die Südwände von Cho Oyu und Gyachung Kang mit
Schutt bedeckt.

Blick vom Goyko Ri
(5357 m) nach Norden bis Nordosten.
Von links: Cho Oyu (8201
m), die vier Ngozumpa-Gipfel im 8 (!) km langen Grat, Gyachung
Kang (7952 m) und Chakhung (Hungchi, 7036 m).
Foto: Heinz,
picasaweb.google.com
Der Weg von Gokyo zum Renjo La
führt am Nordrand des Goyko-Sees entlang und steigt dann nach Westen zum
Pass, dem Übergang in das Tal des Bhote Koshi. Dieses Tal ist hier
beschrieben. Der Blick zurück nach Osten ist äußerst beeindruckend
(siehe folgendes Bild).

Blick vom Renjo La nach Osten. Im Tal der
Gokyo-See mit dem Ort Gokyo, dahinter der Ngozumpa-Gletscher.
Die Gipfel von links: Chumbu (6853 m), Pumori (7145 m), Changtse (7543 m),
Mount Everest (8850
m), Nuptse (7879 m),
Lhotse (8516 m), Makalu
(8475 m), Cholatse (6440 m), Taboche (6542 m). Links der Bildmitte
befindet sich der Passübergang Cho La.
Foto: Pascal
Le Roux, picasaweb.google.com
Der Trekker kann sich das
Gokyo-Tal auch noch weiter nördlich von Gokyo erwandern - fast bis unter die
Südwand des Cho Oyu. Von Goyko aus führt der problemlose Weg weiter
hinter der westlichen Moräne des Ngozumpa-Gletschers oder auf der
Moräne vorbei am 4. See (Donag) und 5. See (Ngozumpa) bis zum Gebiet
der 6 Seen (Gyazumpa) mit dem direkten Blick auf die Eis-Giganten der
Grenzkette im Norden. Am 4. und 5. See geht der Blick nach Westen auf
die 5000er rund um diese Seen. In Ngozumpa kommt im Osten auch wieder
der Everest mit seinen Trabanten ins Blickfeld.

Blick von einem Aussichtsgipfel nördlich
des 5. Sees (Ngozumpa, rechts unten) nach Süden.
Von links mündet der Gyubanare.Gletscher. Über diesem Gletscher stehen
die beiden Gipfel des Kangchung (6103 m + 6089 m). Dann folgen Cholatse
(6440 m), Taboche (6542 m), Kangtega (6779 m), Thamserku (6608 m),
Khumbi Yul Lha (5761 m) und P 6073 ganz rechts. Der blaue See in der
Ferne, rechts, ist der Gokyo-See (3. See).
Foto: Julie
Vida, picasaweb.google.com
Von den "Six Lakes"
(Gyazumpa) gibt es einen Übergang nach Westen zum Sumna- und Nangpa-Gletscher.
Dieses Gebiet ist hier beschrieben.
Der Ort Gokyo liegt auf der
Route der großen Khumbu-Rolwaling-Traverse, die vom Makalu im Osten bis
zum Rolwaling-Tal im Westen (oder umgekehrt) über insgesamt 7 hohe Pässe
führt: Ostcol (6100 m), Westcol
(6135 m), Amphu Labtsa (5780 m), Kongma
La (5535 m), Cho La (5380 m), Renjo
La (5417 m), Trashi Labtsa (5755 m).
Diese Traversierung ist ein sehr großes Unternehmen, das eine
Expeditionsausrüstung mit Zelten, Seil, Pickel und Steigeisen
erforderlich macht. Mehrere Träger sind unverzichtbar.
Beim Übergang vom Gokyo-Tal
zum Khumbu-Gletscher (Everest) über den Cho La
(5380 m) wird der Ngozumpa-Gletscher auf Höhe des
1. Sees überquert. Jenseits liegen die Lodges von Dragnag (4690 m). Hier
kommt von Nordosten das Nyamagawa-Tal herunter, der Weg vom Cho
La. Im Aufstieg betritt man oberhalb des kurzen engen Taleinschnitts ein breites Trogtal, in dem
früher ein Gletscher lag. Im Norden stehen die beiden Gipfel des
Kangchung (siehe vorheriges Bild von Nordwesten), rechts dahinter der
Chakhung (Hungchi, 7036 m, Erstbesteigung 2003).
Der Cho La ist ein Einschnitt in der östlichen Begrenzung des Tales. Vom
Pass geht der Blick zurück auf das Nyamagawa-Tal und die südwestlichen
Gipfel der Khumbu-Region bis zum Rolwaling Himal (siehe folgendes Bild).

Blick vom Cho La
(5380 m) nach Südwesten. Am
Horizont sieht man die Gipfel vom Karyolung bis zum Drangnag Ri.
Der P 6073 (rechts der Mitte) ist einer der markanten Gipfel westlich des
Gokyo-Sees.
Foto: Jacques,
picasaweb.google.com
Jenseits des Passes öffnet
sich nach 170 m Abstieg der komplette Blick nach Osten ins Tal des
Imja-Khola (siehe folgendes Bild).

Blick aus ca. 5280 m Höhe am Cho
La nach Osten ins
Tal des Imja-Khola.
Von links: Baruntse (7152 m), P 5551, Chamlang (7321 m, vor dessen
Mitte P 6430 der Chhukhung-Kette), Ama Dablam (6856 m), Malanphulan
(6571 m), P 6467.
Im Talgrund vor dem Ama Dablam befindet sich der Ort Pheriche (4243 m).
Foto: Heinz,
picasaweb.google.com
Bevor der Bereich des
Khumbu-Gletschers und des Imja-Khola beschrieben wird, lassen Sie uns zum
Tal des Dudh Koshi östlich von Namche Bazar zurückkehren. Auf einem Bild
weiter oben ist das Imja-Tal hinauf bis zum Lhotse zu sehen. Dort ist auch
beschrieben, wo das Kloster Tengboche zu sehen ist und wie der Weg dorthin
verläuft. Das folgende Bild zeigt nun die Sicht von Tengboche das
Imja-Tal hinauf.

Blick vom Kloster Tengboche (3867 m) nach
Nordosten.
Von links: Nuptse (7879 m),
Mount Everest (8850 m, über dem Nuptse),
Lhotse (8516 m),
Ama Dablam (6856 m).
Recht winzig unterhalb des Lhotse ist der Trekking-Gipfel Chhukhung Ri
(5546 m) zu erkennen.
Foto: Pierre,
picasaweb.google.com
Um einen noch besseren Überblick
über die Topografie des Tales zwischen Namche Bazar und dem Bereich der
Ama Dablam zu vermitteln, sei ein Bild vom Gipfel dieses Berges eingefügt:

Blick vom Gipfel der Ama Dablam (6856 m)
nach Südwesten mit (11) Karyolung (6511 m), (12) Numbur (6958 m), (13) Bigphera Go (6739
m), (14) Tengi Ragi Tau (6943 m).
Genau in Bildmitte (Ziffer 1), aber nicht sichtbar, liegt der Ort
Namche Bazar. Gut zu erkennen ist rechts davon die teilweise bewaldete
Terrasse mit den Orten Khunde (2) und Khumjung (3). Senkrecht darunter das
Kloster Tengboche (4), rechts davon das Tal des Dudh Koshi (5). Rechts
unten, jenseits des Imja Khola, der Ort Pangboche (6).
Foto: Sari,
picasaweb.google.com
Auf vorstehendem Bild ist auch
zu erkennen, dass der Weg vom Kloster Tengboche (4) aus die Talsohle des
Imja Khola quert, weil er zu dem auf der anderen Talseite gelegenen Ort
Pangboche (6) führt. Ab Pangboche (3940 m) mit seinen Terrassenfeldern
sind die unteren Talhänge weniger steil. Auf dem Weiterweg ist die Ama
Dablam (6856 m, Erstbesteigung 1961) die ständige Begleiterin. Mit sich
ändernder Blickrichtung ändert sich die Form des Berges zu einer Pyramide mit strengen geraden Linien. Bei dem Weiler Tsuro Og weitet sich
das Tal, weil hier auf 4135 m Höhe das von Norden kommende Tal mit dem
Khumbu-Gletscher und das von Osten kommende Imja-Tal zusammentreffen.
Jeweils ca. 1,5 km von der Flussmündung entfernt liegen die Sommerorte
Pheriche (4243 m) und Dingboche (4350 m). Im sanften Grat zwischen den
beiden Tälern liegt der Aussichtspunkt Nangkar
Tshang (5075 m).