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Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)
Mount Everest,
K2, Kangchenjunga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga
Parbat, Broad Peak, Annapurna I, Gasherbrum, Shisha Pangma und viele andere
Karakorum -
South-East
Saltoro Range, Siachen Muztagh, Rimo Muztagh

| Quellen der
Detail-Informationen:
- A Study of Karakorum & Hindukush
Mountains, Edited by Tsuneo Miyamori & Sadao Karibe,
Map no. 10 - Baltoro-Glacier & Khapulu, 1`: 150.000
Map no. 11 - Siachen- & Rimo-Glacier, 1 : 150.000
Dank an die Autoren der Bilder: Ich
bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren für die Erlaubnis zur
Wiedergabe ihrer Bilder. |
Links zu
zugehörigen Informationen dieser Website:
- Gesamtübersicht
über den Himalaya
- Karakorum Übersicht
- Gipfelliste
"Gipfel > 6750 m"
- Bildergalerien zum südöstlichen
Karakorum
- Kashmir-Konflikt |
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Beschreibung der Topografie
der Region und Hinweise zu Unternehmungen:
Der südöstliche Teil des
Karakorum grenzt im Norden an das Gebiet rund um den Baltoro-Gletscher.
Chogolisa (7668 m), Baltoro Kangri (7300 m) und Sia Kangri (7422 m) sind
die Gipfel, die den Baltoro vom Einzugsbereich des Siachen-Gletschers
abgrenzen.

Blick vom Gipfel des Gasherbrum I (Hidden
Peak, 8068 m) zum Siachen-Gletscher (links),
K12 (7469 m) und Saltoro
Kangri (7742 m)
Foto: Dieter Porsche aus seinem Buch "Der
versteckte Achttausender", www.alpin-extrem.de
Nach Nordosten hin ist das Tal des Shaksgam die natürliche
Grenze des Karakorum, im Osten und Süden das Tal des Shyok. Dieser
große Nebenfluss des Indus (Mündung bei Skardu) nimmt einen sehr
merkwürdigen Verlauf. Von seiner Quelle in der Nähe des
Karakorum-Passes verläuft er zunächst nach Südosten, d.h. er fließt
der Richtung des Indus entgegen (vergl. Übersichtskarte
des Karakorum). An der südöstlichen Ecke des Karakorum schwenkt er
dann aber fast in die entgegengesetzte Richtung nach Nordwesten. Der Shyok
nimmt fasst das gesamte Schmelzwasser des südöstlichen Karakorum auf und
ist folglich im Sommer ein reisender Strom, der kaum überwindbar ist. Im
Bereich seines Nebenflusses Nubra ist das Tal durch eine von Leh im Süden
kommende Passtraße über den Kardung La erschlossen,
die von den Indern aus militärischen Gründen gebaut wurde. Bis
hierher kommt der Tourist, aber kaum weiter, denn der südöstliche
Karakorum ist militärisches Sperrgebiet bedingt durch die Besetzung durch die
indische Armee im Jahr 1984 (siehe Kaschmirkonflikt). Im Ort Hundar am Shyok bzw.
spätetstens in Panamik im Nubra-Tal (23 km
talaufwärts) verhindern Militärposten der indischen Armee jegliches Weitergehen oder
Weiterfahren. Seit kurzer Zeit ist es bedingt möglich,
Touren oder Expeditionen in das Gebiet durchzuführen. Was letztlich möglich
ist und welche Auflagen erfüllt werden müssen, ist allerdings sehr
unübersichtlich. Da die pakistanische Regierung mit Militäraktionen
droht, wenn die Inder Touristen in das nach ihrer Meinung widerrechtlich
besetzte Gebiet lassen, kann es sein, dass sich die Lage kurzfristig ändert
und Treks oder Expeditionen doch nicht zugelassen werden. Im Bereich der
Gletscher Siachen und Rimo selbst, kommen wohl höchstens Unternehmungen
in Begleitung von Militär in Frage, wenn überhaupt. Südlich davon - also im Bereich des
Übergangs vom Nubra River über den Saser Pass ins obere Shyok-Tal
scheinen Genehmigungen eher erhältlich zu sein. In dieser Region, die südlich
der Demarkationslinie von 1949 liegt, befinden sich der Mamostong Kangri
(7516 m) und der Saser Kangri (7672 m). Letzterer ist vom o.g. Kardung La
aus zu sehen. Auch der Chong Kumdan (7071 m) liegt in diesem Gebiet.

Blick vom Chong Kumdan II (7004 m) nach
Nordwesten zum Rimo (7373 m)
Foto: Paulo
Grobel
Der nördliche Teil des Gebietes ist
geprägt von einer nahezu ununterbrochenen Hochfläche aus Eis und Schnee,
aus der viele 7000er und noch mehr 6000er herausragen. Es ist der Bereich
des Siachen-Gletschers und des mehrarmigen Rimo-Gletschers. Der
Siachen-Gletscher ist mit 71 km Länge der größte Gletscher des
Karakorum. Er endet auf 3700 m Höhe im Nubra-Tal. Der östlich gelegene
Rimo-Gletscher hat drei Arme: den Nord-Gletscher, den Zentral-Gletscher
und den Süd-Gletscher. Zusammen bilden sie eine riesige Eisfläche, an der Gletscherzunge mit einer gemeinsamen Breite von bis zu
6 km! Der Rimo-Gletscher liegt bereits in den Trockenzonen des Hochlandes
von Sinkiang/Tibet. 
Das Tal des oberen Shyok bei Saser Brangsa
östlich des Saser La. Von hier führt die Route weiter nach Nordosten
über die Depsang-Hochebene zum Karakorum-Pass.
Foto: www.himalayancamping.com
Die Täler des Shyok und seiner Nebenflüsse sind dort
flach und sehr hoch gelegen mit geringen Niederschlagsmengen und starker
Sonneneinstrahlung. Folglich enden die Gletscher dort bereits in großen
Höhen, der Rimo-Gletscher z.B. auf 5000 m! Im Westen ist der nördliche
Teil des Gebiets durch das tiefer eingeschnittene Tal des
Kundus-Gletschers begrenzt. |
Ähnlich
wie am Snow Lake im zentralen
Karakorum erinnert die Landschaft an Bilder von der Arktis oder
Antarktis, wobei hier allerdings der größte Teil der Flächen oberhalb
von 5500 bis 6000 m liegt. Es ist eine fast unüberschaubare Wüste aus
Eis und Schnee, einsehbar nur aus dem Flugzeug oder vom am nächsten
gelegenen Achttausender, dem Gasherbrum
I (Hidden Peak). Hier sind dem Bergsteiger und Buchautor Dieter
Porsche bei bester Fernsicht einige hervorragende Gipfelfotos gelungen,
die in seinem Buch "Der
versteckte Achttausender" zu bewundern sind. Aus den bereits
genannten Gründen (militärisches Sperrgebiet) ist man auf solches
Material angewiesen, um sich einen Eindruck vom südöstlichen Karakorum
zu verschaffen. 
Der Saltoro Kangri (7742 m) von Süden
Aus der weißen
Hochfläche ragen einige Siebentausender heraus:
Im Lesser Karakorum: Chogolisa (7668 m, Erstbesteigung 1975), Baltoro Kangri (7300
m, Erstbesteigung 1963), Mt.
Ghent (7401 m, Erstbesteigung 1961), Saltoro Kangri (7742 m,
Erstbesteigung 1962), Sherpi Kangri (7350 m, Erstbesteigung 1976), K12 (7469
m, Erstbesteigung 1974).
Im Great Karakorum: die Grenzberge zu China Sia Kangri (7422 m,
Erstbesteigung 1934), Singhi
Kangri (7202 m, Erstbesteigung 1976), Teram Kangri (7464 m, Erstbesteigung
1975), Apsarasas Kangr (7245 m, Erstbesteigung 1976) sowie
Rimo I (7385 m, Erstbesteigung 1988), Chong Kumdan I (7071 m,
Erstbesteigung 1991), Mamostong Kangri (7516 m, Erstbesteigung 1984) und Saser
Kangri (7672 m, Erstbesteigung 1973, südlich außerhalb der Karte). 
Blick vom Gipfel des Mamostong Kangri
(7516 m) nach Südosten
zum Aq Tash (7016 m) und Saser Kangri (7672 m)
Foto: Michel
Gayton, Mitoc Trip reports
Der
südliche Teil des Südost-Karakorum ist wieder stärker durch tiefer
eingeschnittene Täler und dazwischen aufragende Gebirgsketten geprägt.
Eine Ausnahme davon bleibt der nordöstlich gelegene Teil des
Shyok-Tales, dessen Talboden erst kurz vor dem Wendepunkt nach Nordwesten
unterhalb von 4000 m Höhe liegt. Bis dorthin fließt der Shyok in einem
breiten, wüstenhaften Hochtal mit vielen Mäandern zwischen kahlen
Berghängen. Dieser Teil des Shyok-Tales ist nahezu unbegehbar,
insbesondere bei Hochwasser in den Sommermonaten. Zwischen den Gebirgsketten des Lesser und des Great Karakorum
verläuft das Tal des Nubra von Nordwesten nach Südosten. 
Nubra-Tal bei Sasoma
Hier zweigt die alte Handelsroute über den Saser La zum Karakorum-Pass
ab.
Foto: www.himalayancamping.com
Der Nubra
entspringt im Siachen-Gletscher. Von Süden her führt eine alte
Handelsroute das Nubra-Tal hinauf bis Sasoma (außerhalb der Karte), von
dort nach Osten abzweigend über den Saser La (5395 m) ins Shyok-Tal und
dieses driekt querend über die Depsang Plains östlich des Shyok zum
Karakorum-Pass (5575 m).
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