Die Berge des Himalaya
(The mountains of Himalaya)

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Ganesh Himal + Chamar/Shringi Himal

 

Quellen der Detail-Informationen:

- Finmap: Namrun 1:50.000, Blatt 2884 - 08
- Finmap: Nile 1.50.000, Blatt 2885 - 05
- Finmap: Ganesh Himal 1:50.000, Blatt 2885 - 09
- Nepa Maps: Ganesh Himal 1:83.000

Dank an die Autoren der Bilder:

Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Autoren, die mir die Erlaubnis zur Wiedergabe ihrer Bilder gegeben haben.

Links zu zugehörigen Informationen  dieser Website:

- Gesamtübersicht über den Himalaya
- Gipfelliste "Gipfel > 6750 m"  
Gipfelliste Berge in Nepal 
- Bildergalerien zum Ganesh Himal 

Anmerkung zu "weißen Flecken" auf chinesischem Staatsgebiet

Zu der Region des chinesischen Staatsgebietes fehlen mir geeignete Karten für die Detailangaben. Wer mir hier in irgendeiner Weise behilflich sein kann und will, möge sich hier mit mir in Verbindung setzen.

Beschreibung der Topografie der Region und Hinweise zu Besteigungen:

Vorbemerkung zu obiger Karte: Das Gebiet des Ganesh Himal ist in den Karten der nepalesischen Verlage teilweise sehr mangelhaft dargestellt. Die einzig zuverlässige Quelle sind die Finmap-Karten.

Die hier beschriebene Region zwischen dem Manaslu Himal im Westen und dem Langtang Himal im Osten wird nur von wenigen Touristen besucht. Wer das Budhi Gandaki-Tal von Süden heraufkommt, hat meist das Gebiet des Manaslu zum Ziel. Wer im Osten das Tal des Bhote Kosi nach Syabru Bensi hinauffährt, verfolgt in der Regel die Route weiter nach Nordosten in das Langtang Valley oder zu den Seen bei Gosainkund.

Der Ganesh Himal ist ein hauptsächlich in der Nord-Süd-Richtung verlaufender Gebirgskamm, der der Grenze zwischen Nepal und China folgt. Im Süden schwenkt er auf eine kurze Strecke nach Osten, so dass es über die Gipfel Ganesh II, IV, II und V auch eine nach Süden ausgerichtete Gebirgsflanke gibt. Im Westen des Ganesh Himal verläuft das tief eingeschnittene Tal des Budhi Gandaki bzw. im Norden das Tal des Nebenflusses Tsum Chu. Jenseits des Tsum Chu steht im Nordwesten die kleine Gebirgsgruppe des Chamar/Shringi Himal. Im Osten des Grenzkammes verläuft das Tal des Kyirong Tsangpo. Dieses trockene Tal auf chinesischem Staatsgebiet ist praktisch unbekannt; Bildmaterial steht mir leider nicht zur Verfügung. Das Tal ist durch eine Straße vom Peiku Tso in Tibet erschlossen; angeblich gibt es von chinesischen Büros geleitete Jeep-Touren.

Bei Tatopani, wo das Tal des Budhi Gandaki eng wird, befindet man sich nicht einmal auf 1000 m Höhe. Auch bei Philim, wo der Weg aus dem Tal des Budhi Gandaki hinauf in das Tsum Valley nördlich der Ganesh-Gipfel führt, ist man erst knapp 1600 m hoch. Entsprechend steil ragen die Bergwände beidseits dieses Tales auf. Im Norden, lange Zeit vor Augen, steht der Shringi Himal (7138 m), hinter dessen Gipfel sich der etwas höhere Chamar (7165 m, Erstbesteigung 1953) verbirgt.


Shringi Himal (7138 m) und P 6648 von Süden aus dem Tal des Budhi Gandaki. Vor diesem Gebirgsstock zweigt das Tsum Valley nach rechts ab.
Foto: Marie-Louise, picasaweb.google.com

Die Ganesh-Gipfel sind aus dem Tal des Budhi Gandaki nicht zu sehen. An die Südflanke des Ganesh Himal gelangt man durch das weiter östlich gelegene Tal des Anku Khola. Von dort führt ein aussichtsreicher Trek auf den Gebirkskamm zwischen Anku Khola und Trishulu Ganga. Auf diesem Gebirgskamm bewegt man sich in Höhen um die 4000 m. Im Norden stehen die Gipfel Ganesh II bis Ganesh V sowie der Paldor. Im Nordosten stehen die Berge des Langtang Himal. Im Westen sind die Gipfel des Manaslu Himal zu sehen.

Die Nummerierung der Ganesh-Gipfel mit den römischen Ziffern I bis VII ist sehr verwirrend, denn die Reihenfolge entspricht nicht der Höhe in absteigender Folge. Es waren einst andere Höhen zugrunde gelegt, die eine andere "Rangordnung" der Gipfel ergaben. Diese Rangordnung stimmt jetzt nicht mehr, die römischen Ziffern wurden allerdings nicht "versetzt". Hilfreich sind zum Teil die Alternativnamen. Die Gipfel seien zur Klarheit hier nochmals aufgeführt:

Ganesh I (Yangra Kangri), 7422 m, Erstbesteigung 1955
Ganesh II, 7118 m, Erstbesteigung 1979
Ganesh III (Salasungo), 7060 m (Finmap gibt hier 7043 m an) (Randordnung Nr. 4), Erstbesteigung 1981
Ganesh IV (Pabil), 7104 m (in der Rangordnung Nr. 3), Erstbesteigung 1978
Ganesh V (Lapsang Karpo), 6770 m (in der Rangordnung Nr. 6, Erstbesteigung 1980
Ganesh VI, 6908 m (eigentlich nur ein Nebengipfel des Ganesh II, in der Rangordnung Nr. 5)
Ganesh VII, 6350 m


Ganesh Himal vom Singla Danda im Süden. Von links: Ganesh II (7118 m, hinter dem Grat zum Ganesh IV), Ganesh IV (7104 m), Ganesh III (7060 m), Ganesh V (6770 m), Paldor (5903 m)
Foto: Pierre, picasaweb.google.com

Nach dem Weg über die Höhenkämme Singla Danda, Tiru Danda und Pangsang Danda führt der Weg zum Paldor Basecamp auf 4280 m Höhe auf der Südseite dieses Vorgipfels der Ganesh-Kette. Weiter geht es hinauf nach Nordosten zum Lake Camp am Rinamo Hill. Vom dortigen Passübergang sieht man hinein in die Südostflanke der Ganesh-Berge mit dem Sangjung-Tal und dem gleichnamigen Gletscher. Links des Tals steht der Paldor (5903 m, Erstbesteigung 1949), am Talende der Ganesh III (7060 m) und rechts der Ganesh V (6770 m). Jenseits des Grenzkammes auf tibetischen Gebiet ist der niedrigste der Ganeshgipfel, der Ganesh VII (6350 m) zu sehen (siehe folgendes Bild).


Blick von Rinamo Hill (von Südosten) zum Paldor (5903 m, links), Ganesh IV (7060 m), Ganesh V (6770 m) und Ganesh VII (6350 m). In Bildmitte das Sangjung-Tal
Foto: Pierre, picasaweb.google.com

Der Weg aus diesem Gebiet heraus führt weiter nach Osten zum Talort Syabru Bensi (1460 m) am Bhote Koshi. Syabru Bensi ist Ausgangspunkt für die Unternehmungen im Langtang Himal.


Der Sangjung-Gletscher mit dem Ganesh III (7060 m) im Hintergrund.
Foto: Pierre, picasaweb.google.com

Im Norden liegt das Tsum Valley zwischen dem Gebirgsstock des Chamar/Shringi Himal om Nordwesten und dem Grenzkamm im Osten, der vom Ganesh IV über den Ganesh I von Süd nach Nord verläuft. Bei Domje zweigt das Tal des Langdang Khola nach Südosten ab, begrenzt von den mächtigen Wänden des Ganesh I und des Ganesh II.


Blick vom Kal Tal (südwestl. Prok am Budhi Gandaki) zum Doppelgipfel Chamar (7165 m) und Shringi Himal (7138 m), ganz links der Lapuchun (5960 m). Rechts unten befindet sich die Einmündung des Tsum Valley in das Tal des Budhi Gandaki.
Foto: Thomasset.c, picasaweb.google.com

Das Tsum Valley ist im unteren Teil eine so tiefe und von Steilwänden begrenzte Schlucht, dass sich die Zugangswege hoch über der Talsohle an den Hängen entlang schlängeln.Erst bei Domje wird der Talboden auf 2460 m Höhe erreicht. Aber schon geht es wieder am Nordhang hinauf zur Terrasse mit dem ort Chhokun auf etwa 3000 m Höhe. Wer hier am Nordhang weiter aufwärts steigt gewinnt eine herrliche Sicht auf Churke Himal, Ganesh I, Ganesh II sowie auf Boudha (6672 m) und Himal Chuli (7893 m) im Manaslu Himal.


Blick von oberhalb Chokun zum Churke Himal und Ganesh I (7422 m, rechts)
Foto: Sonam Tsumba, panoramio

Mit zunehmender Höhe wird der Talboden etwas breiter. Der Weg führt zunächst am Südostufer weiter, wechselt dann aber wieder auf die Nordwestseite, wo nach einem Aufstieg das Kloster Mu Gompa auf etwa 3650 m Höhe erreicht wird. Von hier besteht eine gute Aussicht auf den Grenzkamm des Gebirges im Osten. Beim Lagerplatz Kalung (3800 m) verzweigt sich das Tal zu verschiedenen Grenzübergängen nach Tibet. Ab hier ähneln die Täler bereits etwas den Trockentälern des tibetischen Hochlandes. Der Blick nach Süden reicht bis zum Ganesh I (siehe folgendes Bild).


Blick von Kalung im oberen Tsum Valley nach Süden zum Lanpo (6648 m, im Hintergrund links der Bildmitte), Ganesh I (7422 m, im Hintergrund rechts) und Churke Himal (ganz rechts)
Foto: Sonam Tsumba, panoramio

Von Kalung aus kommen Trecks zu den gut 5000 m hoch gelegenen Pässen im Osten und Westen in Frage mit Sicht auf die Berge jenseits der Grenze. Von Grenzüberschreitungen, die hier immer illegal sind, muss aber dringend abgeraten werden.


Blick vom Mailatasachin-Pass (5003 m) am nordöstlichen Ende des Tsum Valley, das in Bildmitte von links heraufkommt, nach Westen auf die Gipfel nördlich des Chamar. Ganz links ist der Doppelgipfel von Chamar/Shringi Himal zu erkennen.
Foto: BobCarney, flickr.com


Blick von einem Aussichtsgipfel nördlich Sama nach Osten zum Ganesh I (7422 m, links) sowie zu den Gipfeln von Ganesh II (7118 m) und Ganesh IV (7104).
Foto: Sikari Kukur, flickr.com

         
 

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